37 Fehlerpunkte: Ex-Bürgergeld-Empfängerin scheitert beim Führerschein

Sandra aus „Hartz und herzlich“ kämpft um den Führerschein, und scheitert an der Theorie. 37 Fehlerpunkte, erlaubt sind zehn.

Sandra von „Hartz und herzlich“
Foto: © RTLZWEI

Sandra (40) aus „Hartz und herzlich“ hat einen Plan. Die sechsfache Mutter, die seit der Schule nie gearbeitet hat, will das ändern. Nach dem Umzug nach Ostfriesland soll endlich alles anders werden. Erster Schritt: der Führerschein. „Und dann gehe ich wirklich arbeiten!“, sagt sie.

Doch schon die Theorie wird zum Problem. An den Übungsfragen scheitert die 40-Jährige kläglich. „Wenn ich die alleine lese, verstehe ich den Sinn der Fragen nicht!“, sagt sie. Ihr aktueller Stand: zwischen 22 und 37 Fehlerpunkten. Erlaubt sind maximal zehn.

Schon mal fast geschafft – vor elf Jahren

Es ist nicht Sandras erster Versuch. Vor elf Jahren war sie kurz vor der Praxis, dann fehlte das Geld. Heute hat ihr Mann Tino gespart, Sandra selbst hat kein Einkommen. Das Geld wäre also da. Nur das Wissen nicht. „Wenn die Fragen vorgelesen werden mit den Antworten, verstehe ich das eher“, erklärt sie. Alleine lesen klappt nicht.

Ohne bestandene Theorie keine Praxis, ohne Praxis kein Führerschein, ohne Führerschein auf dem Land kaum ein Job. Den hatte sie sich bereits gedacht: auf einem Bauernhof. Auch das klappte nicht. Wie es weitergeht, bleibt offen.

RTLZWEI zeigt Folgen von „Hartz und herzlich“ von montags bis freitags ab 17.05 Uhr im TV-Programm. Die Episoden gibt es auch in der Mediathek bei RTL+.

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Bürgergeld-Paar schimpft über die Tafel: „Nicht gerade das Frischeste vom Frischen“

Bürgergeld-Paar betrügt das Jobcenter

Ein riesiges Problem für die junge Familie, die nun deutlich weniger Geld im Monat zur Verfügung hat. Die goldenen Zeiten, in denen ganz entspannt im Supermarkt eingekauft werden konnte, sind nun also vorbei. Das Paar muss zur Tafel. Ein völlig neues Gefühl für die jungen Eltern.

„Ich will generell nicht zur Tafel, aber wenn man nichts hat, was soll man machen. Ich habe keinen Bock, irgendwas zu klauen. Dann bin ich am Ende gefi**t und dann gibt es noch mehr Strafe“, sagt Angelique deutlich.

Dazu kommt, dass sie nicht nur das Geld zurückzahlen müssen, sondern zusätzlich wegen Betruges zu Sozialstunden verurteilt wurden. Dennoch zahlt das Amt weiter. „Momentan bekommen wir etwa 1.000 Euro plus die Miete gezahlt“, rechnet Mike zusammen. Ein gesteigertes Unrechtsbewusstsein scheint bei dem Paar jedoch nicht erkennbar. Im Gegenteil. Sie schimpfen gar über die Tafel, die sie unterstützt. „Beim ersten Mal war es für mich irgendwie komplett peinlich“, erinnert sich der 27-Jährige.

„Nicht gerade das Frischeste vom Frischen“

Und auch seine Partnerin scheint nur bedingt begeistert. Vor allem wegen der fünf Euro, die sie für die Nahrungsmittel bei der Tafel zahlen muss. „Ich finde, es ist schon eine Vera***he, dass wir fünf Euro zahlen. Einfach deswegen, weil eigentlich alles abgelaufen ist, außer das Gemüse. Und das Gemüse ist auch nicht gerade das Frischeste vom Frischen.“

Dass das Essen dennoch gut ist, und sie sonst gar nichts zu essen hätten, scheint Angelique nur peripher zu interessieren. Wie es mit dem Paar weitergeht, siehst du immer dienstags um 20.15 Uhr bei „Armes Deutschland“ bei RTL Zwei.

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