„Ich liebe ihn“ – Mit 56 Jahren brach INKA BAUSE ihr Schweigen und gestand ihre neue Liebe

Inka Bause – Die späte Liebe einer Frau, die nie aufgehört hat zu fühlen

Inka Bause: Schlagersängerin sagt Tour ab - DER SPIEGEL

Fast zwanzig Jahre lang stand sie für andere im Rampenlicht – als Sängerin, Moderatorin, Trösterin der einsamen Herzen bei Bauer sucht Frau. Doch hinter Inka Bauses strahlendem Lächeln verbarg sich eine Geschichte, die tiefer geht als jede Fernsehsendung: eine Geschichte von Liebe, Verlust und dem Mut, neu zu beginnen.

Geboren 1968 in Leipzig, wuchs Inka in einem Haus voller Musik auf. Ihr Vater, Komponist Arndt Bause, prägte nicht nur ihre Karriere, sondern auch ihre Vorstellung von Leidenschaft und Treue. Schon früh stand sie auf der Bühne, war die Stimme einer Generation im Osten Deutschlands. Doch das, was ihr Leben wirklich formte, war nicht der Applaus – es war die Liebe.

In den Achtzigerjahren begegnete sie dem Musiker Henrik Bruch, einem sensiblen Mann, der die Stille mehr liebte als den Ruhm. Zwischen beiden entstand keine stürmische Romanze, sondern eine leise, tiefe Verbundenheit. 1996 heirateten sie, ein Jahr später kam Tochter Annelie zur Welt. Doch das Glück blieb zerbrechlich.

Henrik litt an Depressionen – einer Krankheit, über die damals kaum jemand sprach. Inka kämpfte, versuchte zu halten, zu heilen, zu verstehen. Doch gegen die Dunkelheit eines geliebten Menschen anzukommen, bedeutet oft, selbst darin verloren zu gehen. 2004 trennten sich die beiden – still, ohne Drama. „Es war kein Ende der Liebe, sondern das Ende des Leidens“, sagte Inka später.

Als 2016 Henrik Bruch seinem Leben ein Ende setzte – nur einen Tag vor dem Geburtstag der gemeinsamen Tochter – brach eine Welt zusammen. Inka zog sich zurück, schwieg, versuchte zu begreifen. „Ich dachte immer, ich könnte ihn retten“, gestand sie später. „Aber vielleicht war das nie möglich.“

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Aus der Trauer wurde ein neuer Lebensauftrag. Inka begann, offen über mentale Gesundheit zu sprechen. „Wenn ich nur einen Menschen dazu bringe, über seine Dunkelheit zu reden, dann hat Hendriks Tod einen Sinn“, sagte sie in einem Interview. Ihre Musik – Lieder wie Solang ich lebe – wurde zum Ventil, zur Heilung in Tönen.

Und dann, fast zehn Jahre nach Henriks Tod, geschah etwas Unerwartetes. Kein Blitz, kein großes Aufsehen – nur ein Mann, drei Jahre jünger, den sie bei einer Benefizveranstaltung kennenlernte. Kein Kollege, kein Star, einfach jemand, der sie ansah, als wäre sie kein Name, sondern ein Mensch.

„Er war einfach da“, sagt sie heute. „Kein Lärm, kein Wollen. Er hat mich gesehen.“ Drei schlichte Worte genügten, um Deutschland innehalten zu lassen: Ich liebe ihn.

Es ist keine Liebe voller Dramatik, sondern eine, die in der Stille wächst. Eine Liebe, die kommt, wenn das Herz wieder bereit ist. Inka Bause hat gelernt, dass man nicht vergessen muss, um wieder lieben zu können – man muss nur den Mut haben, die Tür des Herzens noch einmal zu öffnen.

Ihre Geschichte ist kein Märchen, sondern ein Beweis dafür, dass auch nach Dunkelheit, Schmerz und Verlust das Leben weitergeht – vielleicht leiser, aber echter als zuvor.

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