Expertise macht Bares für Rares Gast sprachlos Plötzlich meldet sich Horst Lichter!
Bares für Rares: Alte Diamantohrhänger sorgen für Aufsehen – Händler streiten sich um „die Dose“
Köln – Bei Bares für Rares kommt es immer wieder zu Momenten, die selbst erfahrene Experten und Händler staunen lassen. Doch was die 75-jährige Angelika Richter aus Mölln in der ZDF-Trödelshow präsentierte, überraschte alle – und führte zu einer Szene, die noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.
Mit ruhiger Hand öffnete Angelika vor Moderator Horst Lichter das kleine Etui, in dem zwei zarte Diamantohrhänger funkelten. „Die sehen ja aus, als hätten sie schon so einiges erlebt“, staunte Lichter. Tatsächlich handelte es sich um Familienschmuck mit Geschichte – einst ein liebevolles Geschenk ihres Vaters an ihre Mutter, Erinnerungsstücke voller Emotionen und Nostalgie.

Expertin Heide Rezepa-Zabel nahm die Ohrringe sofort genau unter die Lupe – und war begeistert. „Diese Ohrhänger stammen höchstwahrscheinlich aus der Zeit um 1910, also aus der späten Epoche des Edwardianischen Zeitalters, als Handwerkskunst noch echtes Prestige bedeutete.“
Gefertigt aus 18-karätigem Gold und besetzt mit Diamanten, die zusammen rund 0,6 Karat wogen, befanden sich die Schmuckstücke in bemerkenswert gutem Zustand. „Das sieht man bei Stücken dieses Alters wirklich selten“, lobte Rezepa-Zabel.
Angelika, selbst Künstlerin, hatte den Wert ihrer Erbstücke bescheiden auf 300 Euro geschätzt. Doch die Expertin korrigierte sofort: „Allein der Goldwert liegt bei etwa 180 Euro. Insgesamt halte ich einen Verkaufswert zwischen 800 und 1000 Euro für realistisch.“
„Ups!“, entfuhr es der überraschten Besitzerin – gefolgt von einem herzlichen Lachen. „Das muss ich erstmal verdauen.“
Bevor Angelika in den Händlerraum weiterzog, entdeckte Horst Lichter noch ein weiteres Detail: das edle Etui selbst. Ein kleiner Kasten aus Sterlingsilber, verziert mit einem großen gelben Citrin. „Allein diese Dose hat wohl noch mal einen Wert von etwa 100 Euro“, ergänzte Rezepa-Zabel lächelnd.
Im Händlerraum wurden Angelikas Schätze dann mit offenem Staunen empfangen. Besonders Julian Schmitz-Avila und Elke Velten-Turnau gerieten regelrecht ins Schwärmen. Doch schnell richtete sich das Interesse nicht nur auf den Schmuck – sondern auf das Etui.
„Ist die Dose auch dabei?“ fragte Schmitz-Avila sofort. Und noch einmal. Und wieder. Insgesamt fiel das Wort Dose am Tisch ganze zehnmal, sehr zur Belustigung aller Beteiligten. Die Händler waren wie verzaubert von dem eleganten kleinen Kästchen. Schließlich erinnerte Christian Fechtel die Runde daran, worum es eigentlich ging: „Wir sollten vielleicht auch über den Schmuck sprechen.“
Dann ging alles ganz schnell. Fechtel startete mit 240 Euro, doch Elke Velten-Turnau stieg entschlossen bei 500 Euro ein – und blieb hartnäckig. Nach einem kurzen, aber intensiven Bieterduell fiel der Hammer. 900 Euro, inklusive Dose.
Mit einem triumphierenden Lächeln sicherte sich Velten-Turnau den Zuschlag – und kommentierte augenzwinkernd: „Mit Dose!“ – was für allgemeine Heiterkeit am Händlertisch sorgte.
Für Angelika Richter war es ein voller Erfolg. Sie trennte sich mit einem guten Gefühl von ihrem Familienschatz – und erlebte einen Moment, in dem Emotion, Geschichte und Humor perfekt verschmolzen.








