Susanne Steiger äußert sich nach ZDF Ausschlussgerüchten „Ich muss mich nicht beweisen “
Ein Sturm der Spekulationen fegte durch die Fanwelt, als die neue Staffel von Bares für Rares ohne den Namen von Susanne Steiger in der Expertenliste startete. Kaum war die erste Folge ausgestrahlt, begannen in den sozialen Netzwerken die Gerüchte zu brodeln. Hatte das ZDF die beliebte Händlerin nach all den Jahren etwa abgesetzt?

Unter einem viralen Beitrag mit der Schlagzeile „Die Königin des Goldes wurde ersetzt – Susanne Steiger hat keinen Platz mehr bei Bares für Rares“ sammelten sich tausende Kommentare enttäuschter Zuschauer.
Das ZDF reagierte nur knapp und erklärte: „Das Expertenteam wird regelmäßig gewechselt, um für Vielfalt zu sorgen.“ Doch vielen Fans reichte diese Erklärung nicht.
Sie wollten wissen, was wirklich hinter dem plötzlichen Verschwinden der Frau steckt, die für viele das Herz der Sendung war.
Anfang Oktober brach Susanne schließlich ihr Schweigen. In einem schwach beleuchteten Raum ihres Juweliergeschäfts in Kerpen empfing sie einen Reporter der Süddeutschen Zeitung. Ihr Blick ruhig, doch die Augen verrieten eine tiefe Traurigkeit. „Die Leute denken, ich wäre gefeuert worden.
Aber die Wahrheit ist komplizierter“, beginnt sie. „Ich möchte nicht länger nur ein Gesicht im Fernsehen sein. Ich wollte wieder mit der Kunst leben – nicht mit dem Druck des Publikums.“
Nach über zehn Jahren bei der erfolgreichen ZDF-Show sei der Drehplan immer enger geworden, das Privatleben habe kaum noch stattgefunden.
„Früher dachte ich, wenn ich aufhöre, bricht alles zusammen. Aber als ich es endlich tat, wurde mir klar: Nichts ist zusammengebrochen – ich hatte mich nur selbst unglücklich gemacht.“
Zwar vermeidet Susanne das Wort Konflikt, doch sie deutet Spannungen im Produktionsteam an. „Am Anfang waren wir wie eine Familie – Horst, Wolfgang, ich – wir haben gelacht, gestritten und uns trotzdem respektiert. Aber in den letzten Jahren hat sich vieles verändert.
Es gibt neue Leute, mehr Regeln und mehr Druck wegen der Einschaltquoten.“ Früher sei ihre Meinung gefragt gewesen, doch allmählich habe alles einem starren Drehbuch gefolgt. „Ich verstehe, dass Fernsehen Professionalität braucht“, sagt sie nachdenklich, „aber Kunst kann nicht in einer Schablone leben.“

Gerüchte, das ZDF wolle die Sendung verjüngen, indem jüngere und modernere Experten integriert werden, hält sie nicht für völlig aus der Luft gegriffen. „Vielleicht war einfach die Zeit gekommen, Platz zu machen – für Neues, für Veränderung, auch für mich selbst.“
Als sie die erste Folge ohne sich sah, war der Moment emotional. „Ich habe geweint. Es fühlte sich an, als würde mein Leben ohne mich weiterlaufen. Aber dann habe ich verstanden: Es war kein Verlust – es war eine Befreiung.“
Was sie jedoch am meisten getroffen habe, seien die harten Kommentare im Internet gewesen. „Einige nannten mich arrogant, unkooperativ oder schwierig.
Aber die Leute sehen es gern, wenn jemand fällt. Ich muss niemandem mehr etwas beweisen. Ich weiß, wer ich bin – und ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe.“
Heute schlägt Susanne ein völlig neues Kapitel auf. Sie widmet ihre Zeit ihrem Herzensprojekt – einem Atelier, in dem sie antike Kunst mit emotionaler Therapie verbindet. „Jede Antiquität hat eine Geschichte – genau wie jeder Mensch. Ich helfe den Menschen, über Kunst in Kontakt mit ihren Gefühlen zu treten.“
Außerdem arbeitet sie mit kleineren Museen zusammen, um Ausstellungen mit weniger bekannten Artefakten zu organisieren, darunter ihre private Sammlung antiken Schmucks, die sie über 15 Jahre hinweg aufgebaut hat.
„Ich stehe nicht mehr im Rampenlicht des Fernsehens“, sagt sie lächelnd, „aber meine Tage haben jetzt wieder einen Sinn. Ich kann tun, was ich liebe – echte Menschen treffen, ohne Kameras, ohne Publikum.“
Besonders emotional wird Susanne, als das Gespräch auf ihren langjährigen Freund und Kollegen Horst Lichter kommt. „Horst war immer mehr als nur ein Moderator. Er war mein Freund, mein Vertrauter – und er hat verstanden, wann es Zeit war, loszulassen.“
Zum Schluss sagt sie leise, aber bestimmt: „Ich bin dankbar für alles. Bares für Rares hat mein Leben verändert – aber jetzt schreibe ich meine eigene Geschichte.“








