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„Armes Deutschland“: Bürgergeldempfänger Oliver seit 20 Jahren arbeitslos – „Ich bin zu begabt für den Arbeitsmarkt“

Er ist gesund, gebildet und selbstbewusst – und seit 20 Jahren arbeitslos. In der RTLZWEI-Doku „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern“ sorgt Oliver (49) mit seinen Aussagen für fassungsloses Kopfschütteln bei Zuschauern. Der Bürgergeldempfänger will schlichtweg nicht arbeiten – und liefert dafür eine Begründung, die man kaum glauben kann.

„Ich bin zu teuer für den Arbeitsmarkt“

Seit zwei Jahrzehnten lebt Oliver von staatlicher Unterstützung. Arbeiten? Kommt für ihn nicht infrage. „Ich bin teuer. Ich kann den Leuten zu viel. Die suchen leider austauschbare Sklaven“, erklärt er mit ernster Miene vor laufender Kamera.

Er sehe sich selbst als überqualifiziert: „Ich kann ja nichts dafür, dass ich begabt bin, dass ich entsprechend qualifiziert bin. Ich habe das gelernt, damit ich auch was davon habe.“ Sein Fazit: Billigjobs seien nichts für ihn.

Hochintelligent – aber ohne Ambitionen

Oliver betont mehrfach, dass er studiert habe, mehrere Fremdsprachen spreche und einen hohen IQ besitze. Trotzdem habe er in den vergangenen 20 Jahren keinen einzigen Job angenommen. „Von der derzeitigen Arbeitsmarktsituation halte ich genauso wenig wie von Klamotten – überhaupt nichts“, sagt er spöttisch.

Dabei ist der 49-Jährige gesund und körperlich voll einsatzfähig. Seine Freizeit verbringt er lieber am See, während andere arbeiten gehen. Arbeit, so meint er, müsse „ordentlich bezahlt werden – sonst ist es keine Arbeit“.

3.500 Euro Einstiegsgehalt als Mindestanforderung

Wie viel Geld Oliver für sich als angemessen empfindet, verrät er ebenfalls: „Für einen Vollzeitjob, der mir zusagt, fangen wir mal an zu reden bei einem Brutto-Einstiegsgehalt von 3.500 Euro im Monat.“ Alles darunter sei für ihn nicht akzeptabel.

Jobs im Dienstleistungssektor lehnt er kategorisch ab. „Nein, das ist ja nicht sinnvoll – Schaffner zum Beispiel. Ich suche keine Umschulung, ich suche Arbeit, aber nicht unter Wert“, erklärt er selbstbewusst.

Zuschauer fassungslos: „Unfassbare Arroganz“

Im Netz sorgt Olivers Auftritt für heftige Diskussionen. Viele Zuschauer werfen ihm Realitätsferne und Arroganz vor. „Wie kann man 20 Jahre lang vom Staat leben und dann noch über den Arbeitsmarkt spotten?“, heißt es in den Kommentaren. Andere finden seine Haltung schlicht respektlos gegenüber jenen, die trotz geringer Bezahlung täglich arbeiten gehen.

Zwischen Selbstüberschätzung und Stillstand

Olivers Geschichte ist kein Einzelfall – aber sie zeigt eindrücklich, wie unterschiedlich die Lebensrealitäten in Deutschland sein können. Während manche alles versuchen, um aus dem Bürgergeld herauszukommen, hat sich Oliver offenbar mit seiner Situation arrangiert.

In „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern“ wird deutlich: Für ihn ist Arbeitslosigkeit kein Makel, sondern fast schon ein Statement. „Die Leute sollten wissen, was sie an mir haben“, sagt er mit einem Lächeln, das zwischen Stolz und Provokation schwankt.

Doch ob jemand, der seit zwei Jahrzehnten keinen Beruf ausgeübt hat, tatsächlich „zu begabt“ für den Arbeitsmarkt ist, bleibt fraglich.

„Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern“ läuft dienstags um 21:15 Uhr bei RTLZWEI und zeigt das Leben von Menschen, die zwischen Arbeit, Bürgergeld und Selbstbild hin- und hergerissen sind.

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