„Bares für Rares“Händler verzockt sich gewaltig

Eine vierstellige Summe für einen Modellzug? Der spektakuläre Verkaufspreis kam in der Donnerstagsfolge von „Bares für Rares“ nicht zuletzt deshalb zustande, weil sich ein Händler drastisch verschätzt hatte.

Eine vierstellige Summe für einen Modellzug? Der spektakuläre Verkaufspreis kam in der Donnerstagsfolge von „Bares für Rares“ nicht zuletzt deshalb zustande, weil sich ein Händler drastisch verschätzt hatte.  (Bild: ZDF)

Dass Kindskopf Horst Lichter sich für eine Modelleisenbahn begeisterte, dürfte niemanden überraschen. „Das berühmte Krokodil!“, freute sich der Moderator.

Die Formgebung sei entstanden, „damit die vorwärts und rückwärts gleich fährt“, dozierte Lichter. Sven Deutschmanek wirkte beeindruckt. „Hab ich mir jetzt ausgedacht“, prustete der Moderator. Beide gackerten laut.

„Die konnten sich nicht entscheiden, wo vorne und hinten ist“, war Sven Deutschmanek noch immer im Lach-Flash. „Hauptsache schön“, fand der Moderator.

Das Modellspielzeug hatten zwei Freunde und Sammler aus Hofheim am Taunus mitgebracht. „Das ist eine limitierte Auflage“, wusste Verkäufer Jürgen. „Eine Rarität“, war er überzeugt. Er und Thomas arbeiteten in einem Modelladen.

Diese und andere Modell-Loks waren Kellerfunde, welche die beiden aus „einem desolaten Zustand“ (so Jürgen) gerettet hatten.

Die Märklin-Modelleisenbahn aus dem Jahr 1984 erschien in einer Auflage von 3.300 Stück. 500 bis 1.000 Euro erhofften sich die Sammler. Sven Deutschmanek taxierte auf 500 bis 700. (Bild: ZDF)

Die Märklin-Modelleisenbahn aus dem Jahr 1984 erschien in einer Auflage von 3.300 Stück. 500 bis 1.000 Euro erhofften sich die Sammler. Sven Deutschmanek taxierte auf 500 bis 700.

Info verzückte insbesondere Horst Lichter

Fachmann Thomas hatte dieses und die anderen Modelle nicht nur entharzt und entstaubt, sondern auch wieder fahrtüchtig gemacht. Letztere Information verzückte insbesondere Horst Lichter.

Beruf und Berufung kämen hier zusammen, vermutete Lichter zu Recht. Die Gäste frönten seit über 50 Jahren ihrer Sammelleidenschaft.

Allerdings nicht in der großen Spur wie in diesem Fall. „Deswegen steht die auch hier, weil wir keine Verwendung dafür haben“, erklärte Jürgen.

„Den Namen hat das Krokodil nicht von der Schweizerischen Bahn bekommen, sondern als im Jahr 1933/34 von Märklin die grünen Ausführungen herausgekommen sind“, dozierte Experte Sven Deutschmanek über den markanten Spitznamen der Lok.

„Echt?“, hakte Lichter nach. „Wie heißt die denn in der Schweiz?“, wollte er wissen. Sven Deutschmanek las ab: „Be 6/8.“ Die Modell-Lok stand seinerzeit in Spurweite 1 und 0 zur Wahl. „Die waren damals unwahrscheinlich teuer“, wusste der Experte.

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