„Bares für Rares“ heute: Vergilbtes Skatspiel hat eine Besonderheit
In der aktuellen Ausgabe gibt es bei „Bares für Rares“ wieder jede Menge besonderer Raritäten mit spannenden Herkunftsgeschichten.
BILD stellt Ihnen im Folgenden das Highlight der heutigen Folge vor und zeigt Ihnen außerdem, welche weiteren Raritäten am Donnerstag, dem 27. November 2025 versteigert wurden.
Das ist das Highlight der heutigen Folge
Daniel und Axel, ein seit 23 Jahren glückliches Paar aus Gütersloh, hatten sich vorgenommen, Horst Lichter (65) und sein Expertenteam mit einem besonderen Fund zu überraschen. Die beiden brachten ein scheinbar unscheinbares Skatspiel mit, dessen Geschichte es in sich hatte.
Das Kartenspiel stammte von Daniels verstorbener Mutter und hatte eine ganz besondere Vergangenheit: Seine Eltern hatten es auf einer Reise nach Bayern bei einem Volksfest dabei, wo sie dem damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß begegneten. Strauß, der für seine prägnante Persönlichkeit bekannt war, unterschrieb kurzerhand drei der Karten.
Karte mit Karikatur von Helmut Kohl (87†)
Die Expertin Annika Raßbach (44) untersuchte das Skatspiel der Firma ASS Altenburg aus den 1970er-Jahren. Sie stellte fest, dass das Spiel selbst mit Karikaturen von damaligen Politikern wie Helmut Schmidt (96†), Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher (89†) zwar interessant, aber in einem bespielten, vergilbten und unvollständigen Zustand (ein Deckblatt und ein Rückblatt fehlten) eigentlich nur wenig wert war.
Der eigentliche Wert des Objekts lag ausschließlich in den drei Autogrammen von Franz Josef Strauß, die es zu einem echten Unikat machten. Annika Raßbach taxierte den Wert des Skatspiels auf bescheidene 50 bis 80 Euro. Die Wunschvorstellung der Verkäufer lag bei 50 Euro.
Im Händlerraum entfachte dann ein überraschend intensiver Bieterwettstreit. Walter Lehnertz (58) startete mit einem lockeren Gebot von 80 Euro direkt am oberen Ende der Expertenschätzung. Die Gebote schossen schnell in die Höhe. Die Händler überboten sich gegenseitig in Zehnerschritten, bis Friedrich Häusser (72) schließlich mit 220 Euro den Zuschlag erhielt. Damit wurde die Expertenschätzung um ein Vielfaches übertroffen und der Wunschpreis der Verkäufer sogar mehr als vervierfacht! Daniel und Axel freuten sich über den unerwartet hohen Erlös, den sie für einen besonderen Abend nutzen wollen.
Alle weiteren Raritäten vom 27. November 2025
Hier eine Übersicht der weiteren Raritäten von heute, dem 27. November 2025, und was die Einschätzung des Expertenteams von „Bares für Rares“ dazu war:

- Gemälde „Schäfchen im Trockenen“: Ein Ölgemälde in Pastoral-Szene, das Sandra und Wolfgang aus St. Augustin aus dem Nachlass eines Freundes mitbrachten. Das unsignierte Bild zeigt Schafe und einen Hirten im Stil der Malerdynastie Roos. Dr. Bianca Berding (48) schätzte den Wert auf 900 bis 1.500 Euro.
- Schmuckschatulle mit Spieluhr: Eine Reisetoilette mit Walzenspielwerk, die Lukas, frischgebackener Feinwerkmechanik-Meister, und sein Vater Lorenz aus St. Augustin verkauften. Das Stück stammt aus dem Nachlass von Lukas’ Großtante und wurde von Ernst Holzweißig in Leipzig um 1897–1929 hergestellt. Annika Raßbach taxierte den Wert auf 100 bis 200 Euro.
- Brosche mit Miniaturbildnis von Amorputten: Goldene Brosche mit Miniaturbildnis geflügelter Amorputten, die Frank Schumann, Wirtschaftsingenieur im Ruhestand aus Wiesbaden, mitbrachte. Das Bild ist im Stil der galanten Rokoko-Malerei gehalten, das Schmuckstück selbst stammt ca. aus 1880–1890. Dr. Heide Rezepa-Zabel (60) schätzte den Wert auf 1.200 bis 1.500 Euro.
- Studioglas-Schale von Stanislaw Borowski: Überfangglas-Schale des Studioglas-Künstlers Stanislaw Borowski, die Birgit und Jürgen, ein golfspielendes Paar, verkauften. Das Objekt aus dem Jahr 1982 stand bislang ungenutzt im Schrank. Dr. Bianca Berding taxierte den Wert auf 500 bis 800 Euro.
- Herrenring mit 0,85-Karat-Brillant: Ein 14-karätiger Herrenring mit Brillant aus dem Nachlass von Nicos Onkel, den Nico und Ben aus Wiesbaden, kurz vor der Hochzeit, mitbrachten. Der Goldschmuck passt nicht zu ihrem Stil, der Erlös soll in ihre schlichten Eheringe fließen. Dr. Heide Rezepa-Zabel schätzte den Wert auf 1.200 bis 1.400 Euro.








