Peters und Sarafinas enthüllen die seltsamen Zeichen | Die Wollnys
In der Großfamilie der Wollnys ist selten ein Tag wie der andere – doch der 25. November 2020 hat selbst für ihre Verhältnisse alles verändert. An diesem Morgen erfahren Sarafina und Peter, dass sie gleich zweimal Eltern werden. Eine Zwillingsschwangerschaft, voller Freude, aber auch voller Sorgen. Seitdem steht das junge Paar Kopf.

Weil Sarafina eine Risikoschwangerschaft hat, wird sie engmaschig von ihrer Frauenärztin überwacht. Alle zwei Wochen geht es zum Ultraschall. Für die werdenden Eltern sind diese Momente gleichermaßen aufregend wie beruhigend – und doch reicht Peter das nicht. In typisch liebevoll-chaotischer Wollny-Manier bestellt er kurzerhand ein Gerät, mit dem man die Herztöne der Babys zu Hause hören kann.
Kaum ist es geliefert, verliert er sich in seiner ganz eigenen Mischung aus Fürsorge und Aktionismus. Mit einem Filzstift markiert er auf Sarafinas Babybauch die ungefähre Positionen der Zwillinge – damit er „weiß, wo er suchen muss“. Ein wenig absurd, ein bisschen komisch, aber vor allem rührend. Als schließlich die ersten Herztöne durch das kleine Gerät rauschen, breitet sich ein Moment echter Magie aus: Selbst Silvia wird still und bekommt Gänsehaut.
Für Sarafina ist die Schwangerschaft ein tägliches Wechselbad der Gefühle. Die Hormone tun ihr Übriges, und vor allem die ständige Übelkeit begleitet sie weiter durch die 19. Schwangerschaftswoche. Zwieback – ein Tipp von Mama – hilft manchmal, aber längst nicht immer. Abends sind beide erschöpft, Peter trägt pflichtbewusst sein Schwangerschaftstagebuch ein, bevor sie gemeinsam ins Bett sinken.
Parallel dazu geht der Alltag im Hause Wollny weiter – mit all seinem typischen Chaos. Während oben die werdenden Eltern über die richtige Schlafposition und Bauchpflegeroutine diskutieren, räumt Silvia unten Spielzeug beiseite und schüttelt über den Familienwirbel den Kopf.
Besonders belastend für Sarafina ist jedoch eine Nachricht, die mitten in diese ohnehin aufregende Zeit platzt: Die Geburtsklinik in Grevenbroich schließt. Genau die Klinik, in der so viele Wollny-Kinder zur Welt gekommen sind – Loredana, Selina, Anastasia. Genau die Klinik, in der Sarafina einst ihr Praktikum gemacht hat.

Für sie ist das mehr als eine organisatorische Frage, es ist ein emotionales Thema. Ein Ort der Sicherheit, der Vertrautheit. Und nun muss eine neue Lösung her. Peter telefoniert Kliniken ab, informiert sich über Frühchenstationen und versucht, in gewohnt pragmatischer Weise Ruhe reinzubringen.
Silvia hingegen begegnet der Situation mit ihrer typischen Mischung aus Humor und Herz: „Es ist noch kein Kind drin geblieben“, sagt sie und versucht damit, die wachsenden Ängste ihrer Tochter zu entschärfen. Für sie zählt vor allem, dass die Zwillinge gesund zur Welt kommen – egal in welchem Krankenhaus.
Und doch bleibt für Sarafina die Unsicherheit. Eine Zwillingsschwangerschaft ist nichts Alltägliches, und sie wünscht sich für ihre Babys den bestmöglichen Start ins Leben. Ihre Frauenärztin soll beim nächsten Termin helfen, Klarheit zu schaffen.
Trotz aller Sorgen bleibt eines spürbar: In dieser Familie wird jedes Problem gemeinsam getragen – und am Ende finden die Wollnys immer einen Weg.








