SCHWERE VORWÜRFE! Calantha Wollny packt aus! – Interview
Bevor das Interview beginnt, spricht der Kanal Fernsehschatztruhe eine deutliche Triggerwarnung aus. Im folgenden Gespräch mit

Calantha Wollny
geht es um schwere Themen: Mobbing, häusliche Gewalt, sexuelle Übergriffe sowie Vorwürfe sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen. Zuschauerinnen und Zuschauer, die selbst belastende Erfahrungen gemacht haben, werden ausdrücklich darauf hingewiesen, das Video gegebenenfalls nicht anzusehen oder einzelne Passagen zu überspringen. Parallel werden Hilfsangebote und Hotlines eingeblendet.
Calantha Wollny äußert sich in diesem Interview so offen wie selten zuvor über rund 15 Jahre ihres Lebens – über ihre Kindheit in einer Großfamilie, das Aufwachsen unter permanenter Beobachtung durch Kameras und über das Gefühl, trotz vieler Geschwister oft allein gewesen zu sein. Sie beschreibt frühe Erinnerungen, die weniger von Geborgenheit als von Ausgrenzung geprägt waren. Schon als Kind habe sie gespürt, „zu viel“ zu sein – emotional wie räumlich.
Besonders eindrücklich schildert Kalenter den Alltag während der Dreharbeiten zu Die Wollnys – Eine schrecklich große Familie. Entscheidungen seien nie gemeinsam mit allen Kindern getroffen worden. Jüngere Familienmitglieder hätten kaum Mitspracherecht gehabt. Drehs hätten Priorität gehabt – auch in Situationen, in denen medizinische oder emotionale Nähe nötig gewesen wäre. Gefühle seien im Familienleben wenig sichtbar gewesen, Nähe habe oft gefehlt.
In der Schule sei sie zusätzlich massivem Mobbing ausgesetzt gewesen. Kalenter berichtet von Ausgrenzung, körperlichen Übergriffen und Demütigungen. Die öffentliche Bekanntheit habe ihr keinen Schutz geboten, sondern das Mobbing verstärkt. Hilfe habe sie kaum erfahren – weder dauerhaft von Lehrkräften noch von zu Hause.
Einen zentralen Teil des Interviews nehmen Kalenters Aussagen zu sexuellen Übergriffen innerhalb der Familie ein. Sie schildert, dass diese bereits im Kindesalter begonnen hätten und über mehrere Jahre angedauert hätten. Besonders schwer wiegt für sie, dass sie sich damals zwar Hilfe suchte, ihr jedoch nicht geglaubt worden sei. Statt Schutz habe sie Strafe erfahren. Anzeigen seien später wieder zurückgezogen worden – unter Umständen, die sie bis heute als zutiefst ungerecht empfindet.

Auch ihr Verhältnis zur Mutter beschreibt Calantha als dauerhaft belastet. Gespräche über das Erlebte seien gescheitert, Verantwortung sei aus ihrer Sicht nie wirklich übernommen worden. Stattdessen habe sie zunehmend das Gefühl, öffentlich als unglaubwürdig dargestellt zu werden.
Ein weiterer Schwerpunkt des Interviews ist der Verlust des Kontakts zu ihrer eigenen Tochter. Calantha erklärt, warum sie sich damals gezwungen sah, ihr Kind bei der Familie zu lassen – aus Angst vor einer Unterbringung im Heim. Heute wirft sie ihrer Familie vor, ihr Kind öffentlich zu instrumentalisieren und ihre Mutterrolle systematisch infrage zu stellen. Der Kampf um den Kontakt zu ihrer Tochter sei der Hauptgrund, warum sie an die Öffentlichkeit gegangen sei.
Calantha macht deutlich: Sie sucht keinen Skandal, sondern Gehör. Sie fordert Aufklärung, Verantwortung und Schutz – für sich, für ihr Kind und für andere Betroffene. Das Interview endet mit der klaren Haltung des Kanals, die Geschichte weiter journalistisch zu begleiten und nicht wegzusehen.








