Kurz nach Fertigstellung war der Maler tot: „Bares für Rares“-Star zahlt Vermögen für Düsseldorf-Bild..

Ein Bild aus Düsseldorf bei „Bares für Rares“. Da ließ sich Kunsthändler Julian Schmitz-Avila nicht lumpen und griff tief in die Tasche.

Das Bild zeigt „Bares für Rares“-Händler Julian Schmitz-Avila und einen Ausschnitt des Bildes aus Düsseldorf.
© Screenshot ZDF

Eine Landschaft, wie gemalt für diese Zeit. Dicht bedeckt der Schnee die Bäume und Sträucher, im Hintergrund recken Gebäude ihre weißen Dächer gen Himmel. Es ist ein Bild, das die Ruhe des Winters einfängt. Ein Bild, wie gemacht, um bei „Bares für Rares“ einen neuen Besitzer zu finden.

Mitgebracht hatte es Sportlehrerin Beatrice Steimel aus Köln. Spannend: Das Bild zeigte ausgerechnet eine Stadt, die den Kölnern schon lange ein Dorn im Auge zu sein scheint – Düsseldorf. Dennoch: Das Bild der 62-Jährigen war eine Augenweide, und damit genau richtig bei „Bares für Rares“-Kunstexpertin Friederike Werner.

Ein Bild aus Düsseldorf bei „Bares für Rares“

Gemalt, so erklärte es die Kunsthistorikerin und Ägyptologin, wurde das Bild von dem Künstler Carl Ludwig Fahrbach. Dieser hatte das Gemälde in seinem letzten Lebensjahr fertiggestellt. Spannend, so Werner weiter: „Es gibt die Ansicht heute so nicht mehr.

Der Hintergrund: Die beiden Kirchen, die auf dem Bild zu sehen sind, wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Zwar wurden beide wieder aufgebaut, einer der Neubauten jedoch wurde 2017 abgerissen. Werner: „Heutzutage sieht diese Gegend nicht mehr so schön romantisch aus.“

Verkauf über Expertise

Schade für die Landschaft, schön dagegen für „Bares für Rares“-Händler Julian Schmitz-Avila. „Für mich als Kunsthändler sind solche Darstellungen natürlich besonders begehrenswert. Gerade auch Darstellungen von ehemaligen Klöstern oder Kirchen, die heute so nicht mehr existieren, sind Zeitzeugnisse und die werden am Kunstmarkt gerne verkauft“, erklärt der 39-Jährige.

Bares für Rares: Das sind die Händler


Und so war auch Beatrice Steimels Wunschpreis von 600 Euro deutlich zu tief angesetzt. 1.000 bis 1.200 Euro sollten drin sein, so Friederike Werner. Das sahen auch die Händler so. Und so ging das Bild sogar über Schätzpreis weg. 1.500 Euro zahlte Julian Schmitz-Avila schlussendlich. Und er konnte das Bild auch rasch weiterverkaufen. „Ich habe unter anderem mehrere Stadthistoriker der Stadt Düsseldorf in meinem Bekannten- und Kundenkreis. Dieses Gemälde hängt heute 1.050 Meter von Markus‘ heutiger Adresse entfernt“, grinst der „Bares für Rares“-Händler.

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