Dschungelcamp 2026: Ariel im Dauerterrormodus. Bestraft wird eine andere..

Für alle, die seit Tag 1 auf welcher Plattform auch immer am Narrativ stricken, ohne diese Ariel, eine erst 22-jährige Schweizerin, würden die Zuschauer des Dschungelcamps 2026 vor Langeweile vor den Endgeräten sterben; der Luftgeist im Dauerterrormodus allein halte den Motor der Erregung auf Betriebstemperatur;

die vorher weitgehend Unbekannte gehe außerdem immer zielsicher dahin, wo es (anderen) wehtue; diese Ariel sorge doch erst für die ersehnte Erbauung auf der Brot-und-Spiele-TV-Bühne, sie opfere sich quasi für die gute Sache, wenn auch mit fragwürdigen Mitteln: Jedem, der so etwas behauptet, kann der Autor dieser Zeilen nur mit Ariel antworten: „Lass das! Du laberst Bullshit!“

Videothekenbesitzerin des Grauens: Ariel

Ariel-Kompaktklasse: Versuchen wir also, diese Ariel-Sache, die ja eigentlich bisher täglich immer auch eine Gil-Ofarim-Sache ist, möglichst kompakt zu halten. Selbst Hardy Krüger merkte fassungslos an, dass sie es mit ihren Streitereien schaffe, sich zuverlässig „80 Prozent der Sendezeit“ zu sichern.

Dabei hielt RTL an diesem Tag immerhin tapfer die ersten 18 Minuten (!) porentief Ariel-frei. 18 Minuten ohne deren Gekreische, Gezicke, Selbstbeweihräucherung und Egoshooting. Und: Es tat als Zuschauer auch gar nicht weh.

Beef 1, 2, 3: Und dann begann Ariel ihr Tagwerk. Zum Wachwerden beim Tic-Tac-Toe-Spielen scherzhaft versuchen, Freundin Samira übers Ohr zu hauen. Diese dann zum Waschplatz neben den Toiletten zu ziehen (Beautyfetischistin Ariels Lieblingsplatz), um sie ein wenig gegen beider Erzfeindin Eva (aka „die ewige Betrügerin“) aufzustacheln.

Eva, die Unersättliche, mache sich doch an Bauer Patrick ran, obwohl der vergeben sei: „Die flirten, oder? Extrem! Sie weiß schon, dass sie wieder dasselbe macht. Ich beobachte das seit drei Tagen“.

Und dann kulminierten die Ariel-Festspiele wieder einmal im ewig freud- und täglich sinnloseren Beef mit Lieblingsfeind Gil Ofarim. Beide mussten – von den Zuschauern (und RTL) erzwungen – in die Dschungelprüfung aufbrechen – und wie jedes Mal – Murmeltiertag – folgte auf dem Weg dahin die immer gleiche Attacke. Hier-stehe-ich-ich-kann-nicht-anders-Ariel gegen Bist-du-jetzt-fertig-mit-deiner-Shitshow-Gil.

Hätten wir es nicht bereits zweimal exakt so gesehen, hätte man die Attacke und Ofarims Nichts-Sagen interessant finden können. Aber die Lernkurve ist bei Ariel, wie in nahezu allem, eben eine Horizontale.

Der „Lügner“ und der „Killer-Chihuahua“: Gil Ofarim und Ariel bleiben weiter unzertrennlich

Kleiner Bonus: Gil erfand eine neue unter den vielen Bezeichnungen für Ariel: „Killer-Chihuahua“. Sehr hübsch – wird hiermit ins Repertoire aufgenommen.

Prüfung wie gehabt: Es galt für die beiden, in einer „Dschungelvideothek“ bestimmte VHS-Kassetten (wer kennt sie noch?) zu den Hüllen an der Kasse bringen. Einer blieb an der Kasse stehen, der andere rannte zu den Regalen mit den Kassetten, die nach Themen („RTL-Serien“; „Oskar-Gewinner“) sortiert und umgeben von diversen Tieren waren. Kleine Tücke: die Titel der gesuchten Filme/Serien standen nur in Form von Piktogrammen auf den Hüllen.

Fazit: Gil holte fünf von sechs möglichen Sterne, Ariel null von sechs. Sie scheiterte meist schon daran, dass sie vor den Schränken mit den Videos (und Tieren) sehr laut kreischte, ohne aber hineinzugehen oder-langen. War erbärmlich. Sie aber natürlich mächtig zufrieden mit sich.

Ein Stern, der keine Erhellung bringt: Schlauer ist es dieses Mal Eva angegangen, die als Nächste auf die sanfte, kumpelige Tour versuchte, Gil die von allen erlechzte Reue zu entlocken. Wieder nichts. Wieder kam stattdessen das von Ofarim bekannte: Er wolle ja etwas sagen, dürfe aber nicht. Gab dann aber der Mitinsassin (und allen an den Endgeräten draußen) den heißen Tipp, sich einen älteren Artikel im „Stern“ zu besorgen. Der hätte den Fall ziemlich genau rekonstruiert – man könne ihn danach besser verstehen.

Ich erspare Ihnen nun das Wühlen im Altpapiercontainer Ihres Hausarztes: Ein kurzer Blick ins Archiv in der nächsten Werbepause zeigt: Gemeint ist der Artikel „Leben und Lüge“ aus dem „Stern“ Nr. 13 vom 19. März 2025, geschrieben unter anderem von unserer ehemaligen WELT-Kollegin Tina Kaiser. Bringt aber auch keine Aufklärung, nur ein ähnlich konfuses Bild, wie Ofarim es in den Dschungel malt.

Einerseits erkannten die Autoren Widersprüche, etwa in den Aussagen des von Ofarim beschuldigten Hotel-Mitarbeiters W. direkt nach dem Anschuldigungs-Vorfall und vor Gericht. Auch die Videos der Überwachungskameras seinen viel zu spät gesichert worden und lediglich in Kopien erhalten. Ofarim bezeichnete in der Geschichte das Hochladen des Instagramvideos mit seinen falschen Antisemitismus-Anschuldigungen als den „größten Fehler seines Lebens“, mehr aber auch nicht. Kein Wort der Reue.

Vielmehr wird suggeriert, Ofarim – total abgebrannt – sei von seinen Anwälten dazu überredet worden, den Deal anzunehmen, weil diese ihn für „unschlagbar“ hielten. Dass Ofarim dies offenbar nur widerwillig tat und vor allem, weil er sich einen Prozess und die Kosten nicht hätte leisten können, passt zu seinem Auftreten im Dschungel.

Nächster Grad der Ofarim-Verwirrung: Der Anwalt des Mitarbeiters W. sagte gestern gegenüber „Bild“, es gebe zwar eine Unterlassungserklärung. Von einer darüber hinausgehenden Verschwiegenheitserklärung, die Ofarim im Dschungel ja immer wieder heranzieht, wisse er nichts. Ach ja, und dessen erste Frau merkte dann auch noch an, sie fände es nicht so prickelnd, dass ihre gemeinsamen Kinder im Fernsehen so oft thematisiert würden.

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