Ex-Bürgergeld-Empfängerin gibt preis: „Das war eine Goldgrube“
Melli hat es geschafft: Sie konnte sich vom Jobcenter lösen und ist nicht mehr auf Bürgergeld angewiesen. Bei „Hartz und herzlich“ erzählt sie mehr über ihren Karriereweg.
In den Mannheimer Benz-Baracken sind Arbeitslosigkeit und Geldprobleme keine Seltenheit. Viele der Anwohner des sozialen Brennpunkts sind abhängig vom Amt. Ähnlich erging es Melli, die nach ihrem „Hartz und herzlich“-Ausstieg offen wie nie zuvor zurückgekehrt ist. Dabei verrät sie auch, wie sie das große Geld machte.

In den neuen Folgen wollen Michael und Lothar von der Mannheimerin erfahren, was mit ihrer alten Ladenfläche passiert ist – Melli war einst Inhaberin eines erfolgreichen Cafés! Das war so erfolgreich, dass sie auch die Pacht problemlos stemmen konnte: „Also ich habe damals 750 Euro gezahlt.“ Ihr Treff habe mehr als genug abgeworfen: „Das war eine Goldgrube!“
Geldgespräche bei „Hartz und herzlich“ – so rutschte Melli in die Arbeitslosigkeit
Bevor Melli Bürgergeld beantragen musste, lange vor ihrem „Hartz und herzlich“-Ausstieg, war sie Inhaberin eines Cafés. Die Mannheimerin blickt gelegentlich auf ihre Zeit als Gastronomin zurück – eine sehr erfolgreiche Zeit.
Die 39-Jährige erklärt das unter anderem mit ihrer Ausstattung: „Wir haben ja Billard drin gehabt, wir haben Darts drin gehabt, Automaten. […]. Die Automaten sind gelaufen, das war immer die sichere Miete.“
Was sie zu dieser Zeit allerdings nicht bezahlte, waren Rundfunkgebühren, für die die Bürgergeld-Empfängerin Jahre später aufkommen musste.
Doch damals, als sie ihr Café noch hatte und alles prächtig lief, verschwendete sie an derlei Probleme keine Gedanken. „Ich war halt noch jung. Ich war 21 und so, wie das Geld eingenommen war, hab ich’s ausgegeben.“
Die Benz-Baracken-Bewohnerin veranstaltete Events wie Karaokeabende: „Wir haben einfach alles gemacht!“ Damals half ihre Familie ihr, bis es körperlich nicht mehr ging.
„Hartz und herzlich“-Rückkehrerin Melli musste ihr Café aufgeben, sie rutschte in die Arbeitslosigkeit. Außerdem hat sie inzwischen einen Sohn, die langen Arbeitszeiten sind nicht mehr machbar.
Nach einigen Jahren der verzweifelten Jobsuche und Kämpfen mit sich selbst fand sie endlich einen Beruf, den sie machen kann und will.
Als Mobile Pflegekraft unterstützt sie Menschen in ihren vier Wänden. Mit ihrer damaligen „Goldgrube“ hat sie abgeschlossen, Melli will nicht mehr zurück in die Gastronomie. (str)









