„Bares für Rares“ auf Schloss Drachenburg Unikate von Udo Lindenberg und Queen finden (k)einen Händler

Königswinter · Die beliebte Trödelshow „Bares für Rares“ war wieder zu Gast auf Schloss Drachenburg. Geboten wurden unter anderem ein Motorrad fahrender Affe sowie Unikate von Queen und Udo Lindenberg. Doch nicht für alle Verkäufer ging es zu den Händlern.

Schauspieler Benjamin Sadler, Moderator Horst Lichter und Experte Sven Deutschmanek (v.l.) bei der XXL-Ausgabe von „Bares für Rares“ von Schloss Drachenburg.

Mit einem besonderen Stück in die Sendung kommen, von der Expertise den Wunschpreis bestätigt bekommen, das Händlerteam überzeugen und dann mit Geld wieder nach Hause gehen. Das passiert im besten Fall für die Verkäuferinnen und Verkäufer bei „Bares für Rares“. Bei der XXL-Ausgabe der Trödelshow von Schloss Drachenburg – zu sehen am Mittwochabend, 1. April, im ZDF oder in der Mediathek – ist dieses bei einer signierten Platte von Queen allerdings nicht passiert.

Signierte Queen-Platte bei „Bares für Rares“

Steffen Kohlmeier aus Berlin hatte bei einem Konzert in der Hauptstadt 1986 vor deren Hotel auf die Rockband gewartet und konnte sich dort eine Platte von allen Bandmitgliedern signieren lassen. Es war die letzte Tour von Queen. „Nicht unter 6000 Euro“ sollte der Preis betragen, den Steffen, der für das Geld eine Rundreise mit seiner Partnerin Kathleen machen möchte, für die unterschriebene Platte bekommt.

Doch der Dämpfer kam vom Experten Sven Deutschmanek. „Ein bisschen utopisch“ nannte er den Wunschpreis und schätzte den Wert auf 3000 bis 4000 Euro. Steffen Kohlmeier überlegte kurz, nahm dann die Händlerkarte von Moderator Horst Lichter allerdings nicht, da er zu dem Preis nicht verkaufen möchte. „Schade, dass es nicht geklappt hat“, lautete Steffens Fazit, der nach eigenen Angaben jedoch eine „ehrliche Reaktion“ gezeigt habe

Zeichnung von Udo Lindenberg bei „Bares für Rares“

Das Händlerteam der XXL-Ausgabe (v.l.): Benjamin Leo Leo, Daniel Meyer, Susanne Steiger, Wolfgang Pauritsch, Elisabeth Nüdling und Fabian Kahl.

Erfolgreicher lief es für Thomas Geffers und Thomas Dedeck aus Hamburg. Auf einer Kreuzfahrt hatten sie eine Zeichnung von Udo Lindenberg gekauft – die anschließend auch noch signiert wurde. Bei dem Aquarell handelt es sich somit um ein Unikat. Knapp 5000 Euro hatten die Freunde Mitte der 2010er-Jahre bezahlt, mehr als das Dreifache erhoffen sie sich nun durch die TV-Show. Und die Expertise gibt ihnen recht: Zwischen 15.000 und 20.000 Euro könnte das Bild einbringen. Im Händlerraum stieß die Zeichnung auf Begeisterung. Und so lag der Start der Gebote auch bei 5500 Euro. Daniel Meyer und Wolfgang Pauritsch lieferten sich letztlich ein Duell, an dessen Ende dank guter Verhandlung der beiden Verkäufer ein Preis von 14.500 Euro stand.

Benjamin Sadler bei Horst Lichter

Wie häufig bei den XXL-Ausgaben von „Bares für Rares“ hat auch in der Frühlingsedition aus Königswinter ein Prominenter sein Glück versucht. Der Schauspieler Benjamin Sadler hatte einen Motorrad fahrenden Affen aus der Spielzeugsammlung seines Vaters mitgebracht, mit dem er selbst noch gespielt hatte. Hergestellt Ende der 1940er-, Anfang der 1950er-Jahre, wird das Spielzeug mit einem Schlüssel aufgedreht. Anschließend fährt das Motorrad dann los, der Affe stellt sich dabei sogar auf.

300 Euro wollte der Schauspieler dafür haben, die Expertise bestätigte diese Schätzung. Nicht nur Horst Lichter war angetan vom Spielzeug im „perfekten Zustand“, wie Experte Sven Deutschmanek anmerkte. Spielfreude und Begeisterung herrschte auch im Händlerraum, aus dem Benjamin Sadler mit 440 Euro wieder herausging. „Ich werde das Geld meinen Eltern geben, die sollen davon essen gehen“, kündigte er an

Eine 50 Jahre alte Flasche Schnaps bei „Bares für Rares“

Ebenfalls durchaus ungewöhnlich war das Stück von Celine Ahrend und Ole Hennrich. Oder besser gesagt: die Flasche. Sie hatten einen Schnaps aus China von 1976 mit auf Schloss Drachenburg gebracht. Hauptbestandteile sind Hirse und Weizen, der Alkoholgehalt beträgt 53 Prozent. „Erstmal gewöhnungsbedürftig“, beschrieb Detlev Kümmel den Schnaps. Auf 800 Euro hatte das Paar aus Hollern-Twietenfleth gehofft. Schon die Expertise ließ sie jubeln: 3000 bis 4000 Euro könne die Flasche einbringen, meinte Kümmel. Die Händler freuten sich ebenfalls über das seltene Stück – und starteten mit den Geboten. Am Ende bezahlte Händler Fabian Kahl sogar mehr als die Expertise.

Es wäre nicht „Bares für Rares“, wenn nicht auch Schmuck angeboten würde. Bei der XXL-Folge aus Königswinter, die unter dem Motto „Reise um die Welt“ stand, wurden noch – neben einem Raumteiler – eine Brosche aus Neuguinea, ein Diamant-Collier und ein Schlangen-Armreif dem Händlerteam vorgelegt.

Related Articles

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Back to top button
error: Content is protected !!