„Bares für Rares“-Waldi zahlt 50 Euro mehr, weil der Verkäufer nicht rumgezickt hat
„Bares für Rares“-Händler gibt freiwillig 50 Euro mehr für einen Billardtisch. Der Grund: Ihm gefiel das Verhalten des Verkäufers.

„Ich habe keinen Platz“, sagten beide unisono, als die mit großen Augen den Billard-Tisch bestaunten, den Dittmar Geisler und Udo Hartmann aus Selm mitgebracht hatten.
Doch beginnen wir ein Stückchen weiter vorne. Das Schwager-Duo war in einem Billard-Verein tätig, der sich jedoch aufgelöst hatte. Und so sollte das Überbleibsel bei „Bares für Rares“ ein neues Zuhause finden.
„Bares für Rares“-Händler konkurrieren um einen Billard-Tisch
Selbst gebaut hatten die beiden den rund 40 Jahre alten Tisch. Um einen ganz normalen Tisch handelte es sich jedoch nicht. Spielten die beiden doch „Bumper-Pool“, das in den USA erfunden wurde.
In Deutschland wurde es frei mit Golf-Billard übersetzt, obwohl das Spiel mit dem normalen Golf herzlich wenig zu tun hatte.
Bestand der Sinn des Spieles doch darin, die Kugeln in das Loch des Gegners zu spielen, was durch Hindernisse, die sogenannten Bumper erschwert wurde.
Doch was könne so ein selbstgebauter Tisch wert sein? Das war für „Bares für Rares“-Expertin Annika Raßbach gar nicht so leicht zu beantworten.
„Man bekommt sie auch im sehr unteren Preissegment gebraucht zu kaufen“, so die Sachverständige. Würden die 200 Euro, die Dittmar Geisler und Udo Hartmann als Wunschpreis genannt hatten, dennoch drin?
Waldi zahlt einen Extra-Fuffi
Durchaus. Auf 150 bis 250 Euro schätzte Annika den Wert des Tisches und der vier Queues. Das klang doch ganz gut. Aber dann kam das Platzproblem der Händler. So gab Wolfgang Pauritsch zwar offen zu, dass er Interesse habe, ihm jedoch einfach der Platz fehle.
Doch zum Glück hatte Lisa Nüdling eine Idee: „Dann müssen wir den hier zwischenlagern.“ Ein Billard-Zimmer im Pulheimer Walzwerk, das klang doch hervorragend. Doch dazu wird es mutmaßlich nicht kommen.
Ging der Tisch doch für 250 Euro und 50 zusätzliche Euro für die Vereinskasse an Walter ‚Waldi‘ Lehnertz. „Weil du nicht rumgezickt hast“, erklärt der Kulthändler. Und Waldi hat in seinem Antikladen in der Eifel schließlich auch genug Platz, wie er uns zuletzt zeigte.
++„Bares für Rares“-Kandidat beichtet geheimes Hobby: „Muss man sich nicht schämen“++
Diese „Bares für Rares“-Händler sind am längsten dabei:
- Walter Lehnertz – seit 2013
- Wolfgang Pauritsch – seit 2013
- Fabian Kahl – seit 2013
- Susanne Steiger – seit 2014
- Daniel Meyer – seit 2014
- Friedrich Häusser – seit 2015
- Julian Schmitz-Avila – seit 2015








