“Bares für Rares”-Händler Waldi verrät Beziehungs-Geheimnis
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Statt Blumen oder Umarmungen setzt ZDF-“Bares für Rares”-Händler Walter “Waldi” Lehnertz (59) auf ein eigenes Konzept: Er erklärt, wie er sich bei seiner Lebensgefährtin entschuldigt, wenn er etwas ausgefressen hat – und welche Rolle dabei ein ganz bestimmtes Fach in seinem Zuhause spielt.
Antiker Verlobungsring begeistert Horst Lichter
Auslöser für dieses Geständnis ist ein außergewöhnliches Verkaufsstück. Zum Verkauf steht ein filigraner Ring, der direkt Gastgeber Horst Lichter (64) ins Schwärmen bringt: “Das ist aber hübsch! Das gefällt mir.” Schmuckexperte Patrick Lessmann ordnet das aufwendig gearbeitete Stück aus zwei Händen und einem Herz kunsthistorisch ein: Der Verlobungsring der Uroma besteht aus 585er-Roségold und entsteht bereits vor mehr als 200 Jahren.
Der sogenannte “Fede”-Ring, vermutlich in England gefertigt, datiert Lessmann auf die Zeit zwischen 1780 und 1800 und kommt in seiner Bewertung auf einen Wert von 900 bis 1.200 Euro. Die Verkäuferinnen liegen mit ihrem Wunsch von 200 Euro deutlich unter dieser Einschätzung.
Händler-Team staunt über Symbolik des “Fede”-Rings
Nach der Expertise nimmt das Händler-Team das antike Schmuckstück genauer unter die Lupe. “Alter Schwede, wie geil ist das denn”, entfährt es Walter “Waldi” Lehnertz, als er erkennt, dass sich der Ring auseinanderdrehen lässt. Die Konstruktion zeigt: Zwei Hände umfassen ein Herz und können es quasi auf- und zuklappen. “Das ist mal eine tolle Symbolik”, staunt auch Händlerin Susanne Steiger (43).
“Das ist was für meine Wiedergutmachungsschublade”
Für Waldi ist sofort klar, dass dieser Ring in ein ganz bestimmtes Fach passt: “Das ist was für meine Wiedergutmachungsschublade.” Immer dann, wenn er etwas angestellt hat, greift er nach eigenen Worten in diese Schublade und holt ein Präsent für seine “Holde” hervor. “Da kann ich richtig mit punkten”, gibt er preis – und lässt offen, wie häufig er dieses Notfall-Reservoir tatsächlich benötigt.
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Für SIE ist die Wiedergutmachungsschublade: Sonja Burghaus ist die Frau an Waldis Seite. Tristar Media / Kontributor
Im Bietgefecht legt Lehnertz zunächst 500 Euro auf den Tisch. Doch auch Susanne Steiger will den historischen Liebesring erwerben und bleibt konsequent dran: Sie bietet jedes Mal zehn Prozent mehr als ihr Kollege. In Schritten von je 100 Euro treibt das Duo den Preis nach oben. Die Frage im Raum: Kann Waldi seine Wiedergutmachungsschublade erweitern?
Überraschend hoher Erlös für die Verkäuferinnen
Die Verkäuferinnen haben weder mit einem derart hohen Wert noch mit dem beachtlichen Alter des Stücks gerechnet. Umso größer ist ihre Freude über das Ergebnis der Verhandlungen. Am Ende erhält Walter “Waldi” Lehnertz den Zuschlag bei 900 Euro.
Damit kann er den über 200 Jahre alten Ring künftig als besonderes Stück für seine Wiedergutmachung bei seiner Frau nutzen – oder, im Idealfall, gar nicht erst darauf angewiesen sein.








