„Bares für Rares“: Verkäuferin missachtet Rat – und macht überraschend Gewinn
Was für ein Glücksfall bei „Bares für Rares“. Eine 65-Jährige bringt scheinbar unspektakuläres Besteck mit, und erlebt eine echte Überraschung.

Gabriele Lindenberg (65) aus Fellbach in Baden-Württemberg hatte schon den Rat bekommen, ihr altes Silberbesteck zum Einschmelzen zu geben. Zum Glück für sie hat sie nicht darauf gehört. Stattdessen reist sie ins Pulheimer Walzwerk zu „Bares für Rares“. Im Gepäck: ein alter Besteckkasten voller Silberteile. „Man hat mir gesagt, ich soll es einschmelzen“, erzählt sie Moderator Horst Lichter (64).
Experte Albert Maier (77) erkennt sofort, was Gabriele da mitgebracht hat. „Das Besteck ist aus der KuK-Zeit und der Meister ist bekannt: Josef Carl Klinkosch – ein Wiener Hoflieferant“, erklärt er. Das 800er Silber ist teilweise sogar innen vergoldet. „Das ist ein Qualitätsmerkmal bei Silber“, so der Experte. Entstanden sei es um 1880. Dabei sei das Muster hervorragend und bis heute gefragt.
„Dann sind wir bei 2.700 Euro“

Gabriele will mindestens ihre Anschaffungskosten zurück: 500 D-Mark für den Kasten, 200 D-Mark für neue Klingen, umgerechnet rund 350 Euro. Maier kann sich ein Schmunzeln kaum verkneifen. Er schätzt 30 Euro pro Stück, macht 2.100 Euro, dazu Suppenkelle und Kasten. „Dann sind wir bei 2.700 Euro, das dürfte machbar sein.“
Im Händlerraum geht es direkt los. Wolfgang Pauritsch (54) bietet 1500 Euro. Auch Elisabeth Nüdling (45) zeigt Interesse. Am Ende setzt sich Pauritsch durch und erhält den Zuschlag bei 1850 Euro.
Damit liegt der Verkauf deutlich über dem ursprünglichen Einkaufspreis, und weit über dem, was beim Einschmelzen übrig geblieben wäre. Manchmal lohnt es sich also, zweimal hinzuschauen.
Neue Folgen von „Bares für Rares“ laufen im ZDF immer montags bis freitags ab 15.05 Uhr. Wer eine Sendung verpasst, kann sie jederzeit in der Mediathek nachschauen.








