Berliner Ehepaar verkauft Familienschmuck bei „Bares für Rares“ – Erlös wird „hemmungslos verjubelt“
Der hohe Goldpreis macht den Verkauf des Edelmetalls aktuell sehr lukrativ. Handelt es sich dann noch um opulenten Schmuck mit wertvollen Steinen, könnte sich ein Besuch bei „Bares für Rares“ lohnen.
Pulheim – Iris und Peter haben die Reise ins Pulheimer Walzwerk aus Berlin angetreten. Im Gepäck haben sie ein Schmuck-Set, bestehend aus einer Halskette, einem Armband und Ohrringen – alles gefertigt aus 585er Gold. In jedes Schmuckstück sind zudem ein großer Aquamarin sowie einige kleine Diamanten gearbeitet.

Das Erbe von Peters Mutter soll nun bei „Bares für Rares“ einen neuen Besitzer finden. Und Moderator Horst Lichter mutmaßt schon nach dem ersten Blick auf das opulente Set: „Jetzt haben wir aber Arbeit.“ Die „Arbeit“ fällt zunächst Schmuck-Experte und Goldschmied Patrick Lessmann zu.
Gold-Expertise bei „Bares für Rares“ übertrifft alle Erwartungen
Der erkennt sofort: Bei dem Goldschmuck handelt es sich um Handarbeit, wohl aus den frühen 1990er Jahren. Das bestätigt Besitzer Peter. Seine Mutter hatte sich Kette und Armband mit dem bekannten Garibaldi-Muster einst von einem Goldschmied anfertigen lassen, weil ihr Standard-Schmuck nicht passte.
Lessmann zeigt sich beeindruckt, entdeckt die Markierungen – die sogenannten Punzen – für die 585er Gold-Legierung sowie eine Handarbeits-Prägung. Alle Steine weisen eine etwas unterschiedliche Färbung auf, weiß der Experte, ihre Qualität und Reinheit überzeugt jedoch. Das hatte Lessmann bereits in einer anderen „Bares für Rares“-Folge im Fall einer diamantbesetzten Brosche geurteilt – Händler-Kollegin Susanne Steiger war jedoch anderer Meinung.

In diesem Fall bringt allerdings allein das Gold ein Gewicht von sage und schreibe 179 Gramm auf die Waage, die Aquamarine zusammen 75 Karat, die kleinen Diamanten etwa drei Karat. Da dürfte eine erkleckliche Summe zusammenkommen – habe sich doch allein der Goldpreis seit Fertigung des Schmucks verzehnfacht, weiß Patrick Lessmann. Noch-Besitzer Peter beschränkt sich dann bei seinem Wunschpreis auf diesen Goldwert: 8000 Euro hätte er gerne.
Doch Experte Lessmann hat eine erfreuliche Überraschung für den Berliner und Ehefrau Iris parat. Sogar auf 8500 Euro schätzt er den Goldwert, hinzu kommen die Steine. Am Ende landet der „Bares für Rares“-Fachmann mit seiner Expertise bei 12.000 bis 12.500 Euro. Iris und Peter staunen Bauklötze, mit so viel Geld hatten sie nicht gerechnet.
Händlerinnen liefern sich Bietergefecht um wertvollen Gold-Schmuck
Auch was das Händlerteam angeht, haben die beiden Glück. Mit Elke Velten und der Fuldaerin Elisabeth „Lisa“ Nüdling sind gleich zwei Schmuck-Händlerinnen dabei. Und auch „Bares für Rares“-Urgestein Wolfgang Pauritsch ist bekannt dafür, gerne mal hochwertigen Schmuck zu kaufen.
Er ist es dann auch, der den Gebotereigen – „Ich starte mal klein“ – mit 8000 Euro eröffnet, nachdem die Runde zunächst den Goldwert abgefragt hatte. Wie zu erwarten steigen dann Lisa Nüdling und Elke Velten ein – allerdings gehen die Gebote nur langsam nach oben. Bei 8900 Euro fragt Velten nach der Expertise. „Das ist viel Geld“, kommentiert Lisa Nüdling, als sie die Schätzung von 12.500 Euro hört.












