Brisante Details Toter Fabian aus Güstrow: Internet-Akte Gina H.! Was sie suchte, gibt Rätsel auf
Brisante Details Toter Fabian aus Güstrow: Internet-Akte Gina H.! Was sie suchte, gibt Rätsel auf
Die Auswertung ihres Smartphones bringt neue Details ans Licht: Im Fall Fabian werfen die Suchanfragen von Gina H. viele Fragen auf.

Im Verfahren um den Mord an Fabian aus Güstrow konzentriert sich alles auf die Angeklagte Gina H. Ihr wird vorgeworfen, den Jungen getötet zu haben – und deshalb wird die 30-Jährige komplett durchleuchtet. Vor Gericht wurde es am Dienstag besonders spannend, denn es sagte ein Polizeibeamter aus, der das Handy von Gina H. ausgewertet hat. Was dort gefunden wurde, gibt vielen Rätsel auf – und dürfte die Angeklagte im Fall Fabian weiter in Bedrängnis bringen. Die Internet-Akte Gina H.: Das fanden Ermittler auf ihrem Smartphone!
Fall Fabian: Smartphone von Gina H. untersucht
Das Smartphone ist, wie für viele Menschen, offenbar auch für Gina H. ein wichtiger Begleiter in allen Lebenslagen gewesen. Bevor sie Anfang November festgenommen wurde. Seit Monaten sitzt sie in Untersuchungshaft, wird nun im Prozess um den Mord an Fabian aus Güstrow detailliert unter die Lupe genommen.
Dass das Handy ein wichtiges Beweisstück sein kann, zeigt sich an den Verhandlungstagen immer wieder: Schon mehrfach wurden beispielsweise Sprachnachrichten von Gina H. und Fabians Vater Matthias R. abgespielt, die die Beziehung der beiden beleuchten.
Nun sagte auch ein Kriminalbeamter aus, der für die genaue Analyse von Gina H.s Smartphone zuständig war. Laut seiner Aussage nutzte die 30-Jährige das Gerät sehr intensiv, heißt es in Berichten.
In dem Zeitraum, in dem das Handy untersucht wurde, habe es rund 300.000 Interaktionen mit dem Smartphone gegeben. Hauptsächlich habe die Frau Sprachnachrichten verschickt. Der Ermittler legte bei seiner Aussage offen, was bei den Untersuchungen gefunden wurde.

Am Tag der Tat: Gina H. schaltete ihr Handy aus
Zwischen 11.22 Uhr und 12.42 Uhr am Tag von Fabians Verschwinden soll Gina H. laut dem Ermittler ihr Smartphone gezielt ausgeschaltet haben. „Das ist ein besonderes Ereignis“, sagte der Kriminalbeamte vor Gericht.
Der Akku sei voll aufgeladen gewesen. Die Ermittler gehen davon aus, dass Fabian irgendwann in diesem Zeitraum getötet wurde. In der Anklage heißt es: „Fabian L. verstarb am 10.10.2025 zwischen 10.50 Uhr und 13.00 Uhr infolge der Handlungen der Angeklagten.“
Gina H. suchte am Tag der Tat nach Polizeimeldungen
Am 10. Oktober galt Fabian zunächst nur als vermisst, seine Leiche wurde erst vier Tage später an einem Tümpel bei Klein Upahl gefunden. Schon am Nachmittag seines Verschwindens suchte Gina H. auf ihrem Telefon laut dem Ermittler gezielt nach Polizeimeldungen. Sie soll schon um 16.11 Uhr nach „Polizei“ gegoogelt haben, um 19.11 Uhr, dann nach „Polizei“ und „Polizei infos aktuell“. Außerdem soll sie die Polizeimeldungen der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen haben. Auch nach „Polizei news aktuell“ habe sie gesucht.
Gina H. machte laut Nachrichten ihr Auto sauber
Noch am Tag von Fabians Verschwinden soll Gina H. Nachrichten an Freunde verschickt haben, in denen sie schrieb, sie mache ihr Auto sauber. Aus dem Nichts habe sie das allerdings am 14. Oktober in der Zeugenvernehmung durch die Polizei bestritten, heißt es in Berichten. Dort habe sie angegeben, ihr Auto schon ewig nicht geputzt zu haben.

Gina H. wollte wissen, ob Wildschweine Menschen fressen
Eine Suchanfrage, die besonders für Rätselraten sorgt, ist diese: Laut dem Kriminalbeamten suchte Gina H. am Morgen nach dem Mord an Fabian nach „fressen Wildschweine Menschen“ und „fressen Wildschweine tote Menschen“. Ein Detail, das bereits vor Wochen öffentlich wurde, weil Medien mit Bezugnahme auf Ermittlerkreise über dieses Detail berichteten.
Gina H. plante offenbar ein Alibi für den Tag der Tat
Aus dem Prozess wurde bereits berichtet, dass Gina H. offenbar ein Alibi mit einem Bekannten absprach. Nun kommt durch die Offenlegung der Smartphone-Details ans Licht, dass Fabians Vater Matthias R. sie offenbar am 11. Oktober warnte, die Polizei komme eventuell zu ihr.
In einer Sprachnachricht an einen Bekannten sagte Gina H.: „Ich wollte nicht sagen, dass wir zusammen waren, sonst wirst du mit reingezogen. Ich hab Olaf gesagt, ich war mit Leo spazieren. Und er hat gesagt, wir sollen einfach sagen, dass wir den ganzen Tag zusammen waren.“
In Nachrichten deutete Gina H. Täterwissen an
Besonders in Bedrängnis dürften Gina H. Nachrichten bringen, die sie am Tag vor dem Fund von Fabians Leiche verschickte. In einer Nachricht an einen Bekannten sagte sie laut Berichten, man werde nie erfahren, was tatsächlich mit Fabian geschehen ist.
„Weil Wasserleichen haben keine DNA-Spuren. Auch keine Brandleichen, die werden auch wenig DNA-Spuren haben, das ist leider so.“ Darüber wunderte sich auch der Richter. „Das kommt so aus dem Nichts heraus.“

Gina H. verteidigte sich sofort gegen Verdächtigungen
In mehreren Nachrichten soll sich Gina H. sofort gegen eventuelle Verdächtigungen nach dem Fund der Leiche verteidigt haben. „Ich kann nicht mal ein Huhn schlachten, also warum sollte ich ein Kind umbringen. Es war ein scheiß Zufall, dass ich ihn gefunden habe“, sagte sie etwa laut Berichten.
In Gesprächen mit Bekannten sei Fabians Tod an den Tagen nach dem Fund seiner Leiche das tragende Thema gewesen. Die Aussagen von Gina H. verwirren: Sie habe zwischendurch sogar abgestritten, den toten Jungen gefunden zu haben, sagte der Kriminalbeamte vor Gericht.
Widersprüchliche Aussagen zum Fundort der Leiche
Noch während der Suchaktion soll Gina H. sich abfällig über die Idee der Polizei geäußert haben, auch in den Wäldern südlich von Güstrow nach Fabian zu suchen. Sie bezeichnete dies laut dem Kriminalbeamten als „Bullshit“ beziehungsweise „Schwachsinn“. Seltsam: Am 13. Oktober fragte sie dann einen Bekannten, ob er mit ihr zusammen im Wald und auf dem Feld bei Klein Upahl auf die Suche nach Fabian gehen könnte.
Dort soll Gina H. den Jungen mit mindestens sechs Messerstichen im Bereich des Oberkörpers getötet und seine Leiche später angezündet haben, nachdem sie sich für ein Treffen mit einem Bekannten zunächst vom Tatort entfernt hatte. Für Gina H. gilt bis zu einer Verurteilung die Unschuldsvermutung.








