Bronze verzaubert Händlerraum: Bei „Bares für Rares“ endet es mit einer Liebeserklärung
Ein Bronze-Flötenspieler verzaubert bei „Bares für Rares“ das gesamte Team. Es endet mit einer Liebeserklärung des Käufers.

Manchmal betritt ein Objekt den Raum und verändert die Stimmung schlagartig. So geschieht es in der Montagsausgabe (30. März) von „Bares für Rares“, als Jürgen aus Salzbergen seinen Flötenspieler mitbringt, ein Bronze-Erbstück aus dem Nachlass seiner Eltern, welches er gemeinsam mit seiner Freundin Edith aus Reine ins Pulheimer Walzwerk trägt.
Horst Lichter (64) ist sofort verzaubert. „Bianca, gefällt sie dir auch so gut wie mir?“, fragt er Expertin Bianca Berding (49). Die ist „total begeistert“: „Sie ist so schön ruhig.“
„Ich habe mich in diese Bronze verliebt“
Die Figur stammt von Fred Gerz, einem deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit, der den Menschen immer wieder als zentrales Thema in seinem Werk darstellte. Der Entwurf datiert auf 1999, die Bronze trägt die Nummer 77 aus der Kunstgießerei Lotito in Köln
Berding lobt vor allem die Details: „An Händen, Füßen und dem Gesicht erkennt man das Talent eines Bildhauers. Und diese Stellen sind hier grandios gut gemacht.“ Ihr Schätzwert liegt bei 2.000 bis 2.300 Euro, eine Nachbestellung im Atelier Gerz würde sogar 4.580 Euro kosten.

Im Händlerraum verfehlt der Flötenspieler seine Wirkung nicht. Alle drängen sich um die Skulptur. Daniel Meyer (53) kennt den Künstler: „Gerz hat damals den Nerv der Zeit getroffen. Die Flötenspieler waren damals sehr teuer.“
Anaisio Guedes (50) schwärmt: „Ich höre den Klang der Flöte in meinen Ohren.“ Jan Cizek (50) fallen die feinen Details auf: „Die Hände und Füße sind schön modelliert.“
Meyer eröffnet mit 800 Euro. Schnell wird der Schätzpreis erreicht. Am Ende gesteht Cizek: „Ich habe mich in diese sehr, sehr schöne Bronze verliebt.“ Er bietet 2.000 Euro und bekommt den Zuschlag. Nach dem Kauf ist er „sehr, sehr glücklich“ und säuselt: „Wow, ist die schön.“







