Ein Tantra-Teppich bei „Bares für Rares“: „Wie kommst du daran?“

Ein Tantra-Teppich fand seinen Weg zu „Bares für Rares“. Doch bevor Sarah Schreiber zuschlug, brauchte es eine nicht unwichtige Information.

Eine Szene aus der neuen Episode „Bares für Rares“.

Mit einem ganz besonderen Flohmarktfund waren am Montag (23. März 2026) Heike Wolff und ihr Partner Joachim Herold aus Bückeburg zu „Bares für Rares“ gekommen. Auf den ersten Blick sah das gute Stück aus wie ein sehr bunt geknüpfter Teppich. Allerdings nur auf den ersten Blick.

Denn „Bares für Rares“-Expertin Friederike Werner sah in dem Teppich viel mehr. Das hatte auch Horst Lichter rasch bemerkt: „Sie geht schon ganz anders (…) Das wird ein tolles Stück sein.“

Ein Tantra-Teppich wird bei „Bares für Rares“ angeboten

Wie recht er damit doch hatte. Stammte der Wandteppich, den Joachim vor zwanzig Jahren auf einem Flohmarkt erstehen konnte, doch aus Nepal und entpuppte sich als ein sogenanntes Rollbild. „Es ist in der Tat ein geweihtes Bild“, konkretisierte Friederike. Demnach sei einer der fünf Buddhas des tantrischen Buddhismus inmitten des Bildes festgehalten. Übrigens in Umarmung mit seiner Geliebten.

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„Es geht um die buddhistische Idee, dass der Mensch erkennt, dass alle gleich sind, dass alles in Harmonie gehört, und die Gegensätze aufgehoben werden. Das ist so die zentrale Geschichte“, erläutert die Expertin die Bilder, die auf ganz feinem Leinen gemalt wurden. „Da gibt es keine offenen Wünsche mehr, was die Qualitä angeht“, so Friederike Werner.

Hergestellt sei es wohl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Doch könnte das gute Stück den Wunschpreis von 200 Euro, den Joachim Herold artikuliert hatte, einspielen? Und wie. Schätzte die „Bares für Rares“-Kunstsachverständige den Preis doch gar auf 1.200 bis 1.500 Euro.

Verwirrung bei den Händlern

Bei den Händlern herrschte dann jedoch erst einmal ein wenig Verwirrung. „Wie kommst du daran?“, wollte beispielsweise Walter ‚Waldi‘ Lehnertz wissen. Die Gebote jedoch blieben erst einmal deutlich unter dem, was Friederike Werner in Aussicht gestellt hatte. Bei 400 Euro fragte Waldi dann doch noch mal nach der Expertise.


Und die Nennung dieser brachte die Geschichte dann ins Rollen. 1.000 Euro bot Sarah Schreiber schlussendlich. Und bekam dafür den Zuschlag. Ein toller Preis für ein einzigartiges Kunstobjekt.

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