„Ein Unikat“: „Bares für Rares“-Verkäuferin treibt Preis geschickt nach oben

“Ein Unikat, von Hand gearbeitet”, erkannte die Expertin in der Donnerstagsfolge von „Bares für Rares“ auf den ersten Blick. Der Entwurf stammte zudem von der Tante der Verkäuferin. Kein Wunder also, dass Ingrid sich schwer tat mit dem Loslassen.
"Das hat ein Goldschmied gemacht, bestimmt im Auftrag", erkannte Wendela Horz sofort. "Als Unikat, von Hand gearbeitet." Der Gast stimmte zu. "Das ist ein Entwurf von meiner Tante, von der ich die Schmuckstücke geerbt habe", verriet Ingrid.

„Meine Liebe, wir machen jetzt keinen großen Zinnober, da kommt die Dame, du machst die Expertise, ich rede dummes Zeug“, schlug Horst Lichter vor. Schelmisch kommentierte Wendela Horz: „Wie immer.“ „Ach?! Danke!“, schmollte Lichter angesichts dieses Affronts. Zum Glück war der Ärger nur gespielt.

Er wandte sich Ingrid zu, die ganz besonderen Familienschmuck veräußern wollte. Lichter erkundige sich nach den Hobbys des Gastes. Ihr süßer Hund würde sie „auf Trab halten“, verriet Ingrid. Auch sei sie naturverbunden. „Einen Mann hast du auch?“, wollte Lichter wissen. Er amüsierte sich über ihre Antwort: „Ja, den habe ich auch noch nebenher.“

„Das hat ein Goldschmied gemacht, bestimmt im Auftrag“, erkannte Wendela Horz sofort. „Als Unikat, von Hand gearbeitet.“ Der Gast stimmte zu. „Das ist ein Entwurf von meiner Tante, von der ich die Schmuckstücke geerbt habe“, verriet Ingrid. „Das passt sehr gut in meine Ausbildungszeit“, schwelgte die Expertin in Erinnerungen. „Ach“, machte Lichter. „Die späten 80-er waren die große Zeit der Fantasieschliffe“, erklärte Wendela Horz. In diesem Fall war die Fantasieform sechseckig.

Zum Experimentieren wären Steine wie der Amethyst seinerzeit beliebt gewesen, da sie in großen Stückzahlen verfügbar waren und als große Rohsteine, „da konnte man sich wirklich nach Lust und Laune austoben“, so Horz. Lichter fragte, ob sie sicher echt waren. Verbindlich ließe sich das nur mit Geräten prüfen, die nicht im Studio waren, so Wendela Horz. Sie zweifelte dennoch nicht an der Echtheit, da Amethysten damals günstig und weit verbreitet waren. Horz zeige die Punze, auf der „Handarbeit“ stand.

„Uiuiui, da war jemand sehr stolz“, schlussfolgerte Horst Lichter. Eine weitere Punze bescheinigte 585er Gold. Horz zeigte, wie man den Armreif mit Scharnier anlegte. Lichter erkundigte sich nach Ingrids Preiswunsch. 1.200 Euro erhoffte Ingrid sich. Schon der Goldankaufswert wäre höher, so Horz. Nämlich 1.500 Euro. In Anbetracht der „schönen Verarbeitung“ empfahl sie 2.000 bis 2.200 Euro. „Ui, damit habe ich nicht gerechnet“, freute sich Ingrid. „Ein schöner Tag“, fand Lichter.

„Charmant gesagt“: Verkaufsstrategie geht auf

 

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„Ich habe was Feines mitgebracht“, kündigte Ingrid im Händlerraum an. Beim Blick auf ihre noch geschlossene Schachtel vermutete Benjamin Leo Leo scherzhaft „ein Miniaturmöbel“. Elke Velten lüftete das Geheimnis und erkannte: „Handarbeit“. „Ein seltener Hexagonalschliff, den muss man anfertigen lassen, der wird so nicht geschliffen normalerweise“, dozierte Daniel Meyer. Ingrid konnte diese These bestätigen und erzählte vom Entwurf ihrer Erbtante.

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