„Hartz und herzlich“ Rostock: Hass im Netz trifft Lena mitten ins Herz

„Hartz und herzlich“ Rostock: Hass im Netz trifft Lena mitten ins Herz

Hass im Netz, Schimmel in der Wohnung und große Sorgen um die Zukunft: Für die Protagonisten von „Hartz und herzlich“ wird der Alltag zur echten Belastungsprobe.
Lena ist fassungslos über die Online-Hater. Sie ärgert sich über die Kommentare, die im Internet über sie und andere aus „Hartz und herzlich“ verbreitet werden.

Lena ist fassungslos über die Online-Hater. Sie ärgert sich über die Kommentare, die im Internet über sie und andere aus „Hartz und herzlich“ verbreitet werden.

 (Foto: RTLZWEI, UFA SHOW & FACTUAL)

Was tun, wenn das Liebesglück zerbrochen ist? Wie richtet man die erste Wohnung nach vier Jahren Wohnungslosigkeit ein? Und was tun, wenn die Hasskommentare im Netz bis ins Mark verletzen? „Hartz und herzlich – Tag für Tag Rostock Groß Klein“ ist eine Sozialreportage, die werktäglich den Alltag von Menschen zeigt, die in den sozialen Brennpunkten der Hansestadt Rostock leben. Viele der Protagonisten sind auf Bürgergeld („Hartz IV“) oder andere Formen von Unterstützung angewiesen. Die Kamera begleitet die Protagonisten bei den Aufs und Abs – Tag für Tag.

Nordseetrip: Wattspaziergang mit Muschelsuche

In der Donnerstagsfolge unternehmen Sandra und Sohn Angelo mit Hund Balou einen Ausflug an die Nordsee. Der Schüler hat schulfrei und das nutzen die beiden gleich für einen Spaziergang am Watt, um Muscheln zu sammeln, die Sandra zum Basteln verwenden will.

Vor Ort sorgt jedoch eine kalte Brise für deutlich ungemütlichere Bedingungen als erwartet. Und dann ist da auch noch ein toter Fisch, den Balou mit großer Begeisterung beschnüffelt.

Sandra, Angelo und Hund Balou sind am Nordseestrand unterwegs. Angelo hat schulfrei, weshalb ein Ausflug ans Meer möglich ist. Auch wenn es schön ist, haben sie nicht mit der kalten Brise gerechnet.
Sandra, Angelo und Hund Balou sind am Nordseestrand unterwegs. Angelo hat schulfrei, weshalb ein Ausflug ans Meer möglich ist. Auch wenn es schön ist, haben sie nicht mit der kalten Brise gerechnet. (Foto: RTLZWEI, UFA SHOW & FACTUAL)

Jasmin und Maik holen derweil in Rostock ihre einjährige Tochter bei Mutter Bärbel ab. Im Anschluss hat die Familie einen Termin im Mutter-Kind-Heim. Der ist für die Familie nach eigenen Angaben besonders wichtig. Jasmin ist gerade 22 geworden und ihr größter Wunsch ist, dass endlich Ruhe in die Familiensituation einkehrt.

Lena versteht die vielen Hasskommentare nicht

Am Freitag zeigte sich Lena fassungslos über zahlreiche Hasskommentare im Internet. Sie kritisiert, dass in sozialen Netzwerken Unwahrheiten über sie und andere Teilnehmer der Doku-Reihe verbreitet werden. Die Situation setzte ihr spürbar zu. Vor allem, weil sie nicht versteht, wieso die Menschen so tun, als würden sie sie kennen.

Jasmin und Maik sind bei Mutter Bärbel, um ihre einjährige Tochter abzuholen. Gleich steht ein Termin im Mutter-Kind-Heim an, der für sie von großer Bedeutung ist.
Jasmin und Maik sind bei Mutter Bärbel, um ihre einjährige Tochter abzuholen. Gleich steht ein Termin im Mutter-Kind-Heim an, der für sie von großer Bedeutung ist. (Foto: RTLZWEI, UFA SHOW & FACTUAL)

Gefragt, wie die anderen Protagonisten mit Hasskommentaren umgehen, herrscht große Einigkeit: Ignorieren und bloß nicht zu Herzen nehmen. Denn: „Wer das macht, der hat einfach Langeweile“, heißt es etwa.

Damian, der regelmäßig mit anderen „Hartz und herzlich“-Darstellern in den Sozialen Medien unterwegs ist und auch Live-Schaltungen durchführt, kennt das Problem: Er sei schon in der Schule immer wieder mit Hass-Kommentaren überhäuft worden.

Hilflos: Schimmel belastet Brigitte weiter

Unterdessen bekommt die 72-jährige Brigitte Besuch von ihrer Tochter Sabrina, die Anfang des Jahres nach Nordrhein-Westfalen gezogen ist. Thema ist erneut der anhaltende Schimmel in Brigittes Wohnung.


Das sagen die Einwohner aus Rostock Groß Klein zur Serie „Hartz und herzlich – Tag für Tag Rostock Groß Klein“.

Die zehnfache Mutter beklagt die fehlende Unterstützung durch die Hausverwaltung. Denn Brigitte leidet an Asthma und hat ihren Angaben zufolge bislang noch keine wirkliche Hilfe erhalten.

Brigitte (72) regt sich darüber auf, dass sie mit dem Schimmelproblem in ihrer Wohnung alleingelassen wird. Die Rentnerin leidet an Asthma, doch von der Hausverwaltung kommt keine Hilfe.
Brigitte (72) regt sich darüber auf, dass sie mit dem Schimmelproblem in ihrer Wohnung alleingelassen wird. Die Rentnerin leidet an Asthma, doch von der Hausverwaltung kommt keine Hilfe. (Foto: RTLZWEI, UFA SHOW & FACTUAL)

„Stattdessen kommt immer: Sie lüften nicht richtig.“ Sie ist überzeugt, das stimmt nicht, denn sie lüftet viel und hat auch die Heizung an.

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