Heikle Rarität bei „Bares für Rares“: Experte aus NRW versucht zu vermitteln
Detlef Kümmel aus NRW bekommt bei „Bares für Rares“ eine heikle Rarität auf den Tisch. Er versucht zu vermitteln.

Immer wieder ist der Münchner Zirkus Krone ins Visier von Tierschützern geraten. Kritiker bemängeln eine angeblich nicht artgerechte Tierhaltung, werfen den Verantwortlichen vor, die Tiere gegen ihren Willen zu dressieren. Anders sehen das wiederum eben jene Verantwortlichen, die betonen, dass es sich um eine artgerechte Beschäftigung handele, die Tiere durch positive Bestärkung trainiert würden. Warum wir in einem Text zum Thema „Bares für Rares“ über den Zirkus Krone schreiben? Ganz einfach: Weil es eine mit dem Krone-Zirkus in Verbindung stehende Rarität in eben jene Sendung geschafft hat.
Nämlich ein altes Werbeplakat. Zwar nicht direkt für den Zirkus, dafür aber für den Krone Zoo. Dieses hatte Klaus Berndt aus Kiel in die Pulheimer Walzwerke mitgebracht. Doch wie bewertete „Bares für Rares“-Experte Detle
„Zirkus Krone kennen wir, weil sie im Sommer auf Tournee gehen. Sie haben ihr Zelt dabei, sie haben auch einige Tiere dabei, mit denen Auftritte gegeben werden. Der feste Standort, das ist das Winterlager, und dort befindet sich auch der Krone-Zoo. In München werden die Tiere in Gehegen gehalten, damit sie eben nicht in Käfigen hausen müssen“, so Kümmel.

Und weiter: „Tiere in Gefangenschaft sind ja immer so ein bisschen strittig. Allerdings ist es so, dass es nicht verboten ist. Und der Zirkus Krone versucht schon, alle erdenklichen Maßgaben einzuhalten, dass es auf jeden Fall dann auch den Tieren gerecht wird.“
Das Plakat wiederum stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert. Es zeigt eine Giraffe, entworfen von dem Grafiker Siegmund von Suchodolski. Der Zustand sei „recht gut“. Es sei nicht völlig vergilbt, jedoch seien die Farben ein wenig verblasst. Dazu gibt es an den Ecken kleine Löcher und Risse. Würden die 500 Euro, die sich Klaus Berndt wünschte, realistisch sein? Durchaus. Zwischen 600 und 900 Euro seien drin, so Kümmel.
Das sahen die Händler ähnlich. Und so ging das Plakat für 820 Euro zu Jan Čížek nach Köln.








