Hilfe für die Ukraine: Der „Bergdoktor“ packt im Allgäu mit an

Der Verein „Freiheit Demokratie“ organisiert seit 2022 Hilfsaktionen für die Ukraine. Bei der aktuellen Lieferung von Lebensmittelpaketen packte auch „Bergdoktor“ Hans Sigl tatkräftig mit an.

Schauspieler Hans Sigl (li.) half in Bad Wörishofen bei Zusammenstellen der Lebensmittelpakete.

Bad Wörishofen/Landsberg – In der Kultserie „Der Bergdoktor“ ist Dr. Martin Gruber bekannt dafür, rund um die Uhr Problemlöser für seine Patienten zu sein. Das Wort „Feierabend“ existiert bei ihm eigentlich nicht, denn auch außerhalb seiner Praxiszeiten hat Dr. Gruber stets ein offenes Ohr für Konflikte seiner Mitmenschen und packt dort an, wo es brennt. Dass Schauspieler Hans Sigl diese Eigenschaft auch als Privatmensch verkörpert, stellte er nun zusammen mit dem Verein „Freiheit Demokratie“ unter Beweis. Als der „Bergdoktor“ von der Ukrainehilfe des Landsberger Vereins hörte, stellte er kurzerhand den Kontakt zu Mitglied Martin Eßer her und entschloss sich, zu helfen.

Nachdem zunächst zahlreiche Drehtermine in Österreich seinem Ukraine-Engagement einen Strich durch die Rechnung gemacht hatten, hat es am vergangenen Samstag endlich geklappt: In einer Firmenhalle im Bad Wörishofer Gewerbegebiet wurden 200 Lebensmittelpakete für hilfsbedürftige Menschen gepackt. Diese sollen in den nächsten Tagen per Lkw auf die Reise über Polen ins Kriegsgebiet gehen.

„Es ist immer gefährlicher geworden“

In den Anfängen 2022 hatte Vereinsvorstand Christian Bieber die Spenden, darunter Lebensmittel und Windeln, noch selbst mit seinem Privatauto in die Ukraine gebracht. „Wegen des Beschusses ist das aber immer gefährlicher geworden“, sagt Almut Walch, die die Transporte mitorganisiert. „In Lwiw ist sogar direkt neben unserem Hotel eine Bombe heruntergekommen.“ Inzwischen hat der Verein aber ein starkes Netzwerk aufgebaut, sodass die Hilfsgüter (inzwischen auch Solarmodule oder Notstromaggregate) nach Lwiw gefahren und vom dortigen Zentrum aus weiterverteilt werden.

Der „Bergdoktor“ mit dem Verein „Freiheit Demokratie“ in Bad Wörishofen.
Der „Bergdoktor“ mit dem Verein „Freiheit Demokratie“ in Bad Wörishofen. © Tobisch

Für Hans Sigl ist der Angriffskrieg auf die Ukraine „eine Katastrophe“, sagt er in der Bad Wörishofer „Packstraße“ stehend, wo der „Bergdoktor“ und weitere sieben Helfer der Reihe nach die Hilfspäckchen mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln befüllen. „Viele Menschen haben ein Gefühl der Ohnmacht und denken, sie könnten nichts tun. Aber das stimmt nicht“, macht Sigl im Gespräch mit dem Kreisboten klar. „Die Hilfe, die der Verein in der Ukraine leistet, hat mich sehr berührt.“

Etwa drei Stunden dauerte die „Operation“ des „Bergdoktors“ in der Unterallgäuer Kneippstadt, dann war der Einsatz geschafft. Verbunden mit der Hoffnung, dass auch in der Ukraine bald Heilung einsetzen möge und der Angriffskrieg ein Ende findet.

Übrigens: Wer sich ehrenamtlich engagieren oder spenden möchte, erreicht die Verantwortlichen online über freiheit-demokratie.de.

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