Irrer Logikfehler bei „Frühling“: Dieses Detail der ZDF-Serie ergibt keinen Sinn

In Staffel 15 von „Frühling“ sorgt Trixie Weber mit einer fragwürdigen Idee für Unruhe. Katja Baumann steckt dabei zwischen den Stühlen.

Bayrischzell – In der 15. Staffel der ZDF-Serie „Frühling“ entwickelt sich ein Handlungsstrang, der Fragen aufwirft. Trixie Weber bittet Katja Baumann darum, heimlich eine DNA-Probe von André Fabiansky zu besorgen. Doch der Plan wirkt nicht rund und offenbart einen weiteren Logikfehler in der Serie.

ZDF-Serie „Frühling“: Darum geht es in den aktuellen Folgen

Was ist passiert? Trixie Weber hat Katja Baumann bereits in der Folge „Einhundert Meter“ gestanden, dass André Fabiansky der Vater ihres Sohnes Karl sein könnte. Sie hatte zu einem früheren Zeitpunkt einen One-Night-Stand in Frühling.

Pikant: Gynäkologe André hat Karl nicht nur zur Welt gebracht, Katja datet den Arzt aktuell und hat bereits weitere Treffen geplant. Das bringt Trixie auf eine heikle Idee: Katja soll heimlich eine DNA-Probe von André sichern, damit Trixie die Vaterschaft endgültig klären kann.

Die Situation bringt Katja in ein Dilemma. Einerseits möchte sie Trixie helfen, andererseits will sie André nicht hintergehen. Nüchtern betrachtet, entsteht hier eine Logiklücke: Warum braucht Trixie überhaupt eine Probe von André?

So funktioniert ein DNA-Vaterschaftstest

Ein Vaterschaftstest vergleicht bestimmte DNA‑Merkmale von Kind und möglichem Vater im Labor (sog. STR‑Marker). Dafür reichen in der Regel Abstriche der Mundschleimhaut mit einem Wattestäbchen. Das Labor analysiert mehrere DNA‑Systeme und prüft, ob das Kind zu jedem Merkmal ein passendes Allel mit dem getesteten Mann teilt.

So lässt sich eine Vaterschaft mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 99,9 Prozent praktisch sicher bestätigen oder sonst sicher ausschließen. Wenn nur zwei Männer infrage kommen, genügt ein Test mit der DNA des Kindes und eines Mannes: Passt das Merkmalmuster nicht, bleibt der andere automatisch als Vater übrig.

Quelle: Universitätsklinikum Frankfurt

Irrer Logikfehler bei „Frühling“: ZDF-Serie ergibt in diesem Punkt keinen Sinn

Laut ihren Schilderungen kann Trixie den Kreis der möglichen Väter auf zwei Männer eingrenzen: ihre Affäre André und ihren Ehemann Mark Weber. Trixie bittet Katja, die DNA-Probe beispielsweise von einem benutzten Glas zu sammeln.

Genau das könnte Trixie aber selbst zu Hause bei Mark anwenden, um unauffällig seine DNA zu testen. Ist er doch der Vater von Karl, muss sie André nicht mehr testen und umgekehrt. Die Idee, eine DNA-Probe von André zu nehmen, erscheint unnötig (mehr zu „Frühling“ bei RUHR24 lesen).

Es handelt sich nicht um den ersten Logikfehler bei „Frühling“ rund um die Figur Andrè Fabiansky. Schauspieler Gabriel Raab tauchte bereits in der allerersten Folge der Serie als Krankenpfleger Max auf. In Staffel 15 erklärt er Katja Baumann, dass sie sich deswegen schon jahrelang kennen würden. Der ausgetauschte Name wird nicht genauer erklärt.

Trixie bittet Katja um heiklen Gefallen: So geht es bei „Frühling“ weiter

Die Situation zieht sich über mindestens fünf Folgen der 15. Staffel. Ob Katja die Probe besorgt, klärt sich voraussichtlich erst in der sechsten Folge mit dem Titel „Ich weiß, was du heimlich getan hast“. Der Name deutet an, dass die Episode sich um das Geheimnis der Vaterschaft drehen könnte. Sie wird am Sonntag, dem 15. März, um 20.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

Nach langem Warten haben Katja und André endlich ein Date.
Nach langem Warten haben Katja und André endlich ein Date. © Barbara Bauriedl/ZDF

Was ebenfalls heikel ist und in der Handlung spannend werden dürfte: In Deutschland schreibt das Gendiagnostikgesetz vor, dass alle Betroffenen einwilligen müssen – heimliche Tests sind unzulässig.

Ob das in der Serie eingebunden wird, ist noch nicht bekannt. Immerhin handelt es sich bei „Frühling“ nach wie vor um eine fiktive Erzählung, die die Grenzen von Logik und in der Realität geltenden Gesetzen frei bestimmen kann.

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