Kein Abschluss, kein Job? 🥲 Antonias 2. Chance 💪 | Hartz und herzlich
Für Antonia beginnt ein neuer Abschnitt – auch finanziell. Die 16-Jährige hat schon genaue Vorstellungen.
„Und deswegen geh ich mit ihr shoppen, vom ersten Geld, auf meinen Nacken“, sagt Katrin und versucht zu lachen. „Fang bloß nicht an zu heulen, sonst heul ich auch – und dann ist meine ganze Schminke hin.“
Seit sieben Monaten hat Antonia die Schule ohne Abschluss verlassen – ohne Erfolg auf der Jobsuche. Für Katrin ist klar: Jetzt muss Unterstützung her.

„So, wir rufen jetzt mal schnell beim Förderband an und machen einen Termin. Ich rede aber nicht“, erklärt sie.
Schließlich übernimmt sie doch das Telefonat für ihre Tochter.
Doch bevor das Förderband helfen kann, gibt es noch einen anderen Termin: Antonia wurde vom Jobcenter an ‚Junges Mannheim‘ übergeben – dort kümmert man sich um unter-25-Jährige im Bürgergeldbezug. Mittwochmorgen, 8 Uhr, steht der erste Pflichttermin an.
Das Förderband übernimmt zusätzlich die Unterstützung bei der Suche nach Ausbildungsmöglichkeiten. Genau das braucht Antonia.
Katrin telefoniert mit der Mitarbeiterin:
– „Ich bräuchte einen Termin für die Antonia.“
– „Um was geht’s denn?“
– „Sie wurde getestet… aber weil sie keinen Abschluss hat, wollen wir schauen, ob sie über das Förderband ’ne Ausbildung findet.“
Der Termin ist schnell gemacht. Direkt im Anschluss an den Besuch bei Junges Mannheim sollen sie dort vorbeikommen.
Antonia jedoch wirkt überfordert:
„Das ist zu viel für meinen Kopf.“
Doch Katrin bleibt hart: „Ich hab dir gesagt, mehrere Leute haben schon geredet. So geht’s nicht weiter. Wir müssen was tun, fertig.“

Zwei Termine an einem Morgen – für Antonia ungewohnt viel Verantwortung.
Später erklärt Katrin:
„Da die Antonia ihren Abschluss nicht geschafft hat, waren wir beim Arbeitsamt. Jetzt wurde sie ans Junge Mannheim abgegeben. Heute früh war der Termin – da ging’s darum, wie’s weitergeht. Ausbildung, Schule, Geld – alles hängt davon ab, dass Antonia endlich was macht.“
Nach dem Jobcenter folgt der Besuch beim Förderband. Und dort ändert sich alles für die 16-Jährige.
Neue Chance für Antonia
Antonia wollte selbst keinen Schulweg mehr, sondern direkt in die Praxis. Dank Katrins Initiative bekommt sie heute eine Perspektive:
Eigentlich sollte sie in die BvB – BerufsÂvorbereitungsÂbildung.
Doch ab heute gehört sie zu „Champ Plus“.
Dort gibt es keinen Unterricht, sondern ausschließlich Praktikum – eins nach dem anderen. Genau das, was Antonia will.
„Ich sag’s ehrlich“, meint Antonia, „Schule ist Gift. Für andere vielleicht gut – aber für mich ist es die Hölle. Schlimmer als Knast.“
Katrin schaut streng: „Für dich ist Schule Knast?“
Antonia nickt nur.
Eine Schule muss sie jetzt jedenfalls nicht mehr besuchen.
Nächste Woche geht’s los – das erste Praktikum, der erste Versuch, endlich Fuß zu fassen.
Ein kleiner Schritt – aber vielleicht der Start in Antonias Zukunft.








