Mega Regelbruch bei Sat 1 TV Paar belügt den Sender – „Wir sind getäuscht worden“
In der Sat.1-Show „Hochzeit auf den ersten Blick“ zählt eigentlich nur ein Moment: der allererste Blick vor dem Standesamt. Genau das macht das Erfolgsformat so beliebt.

Fremde treffen sich. Sekunden später geben sie sich das Jawort. In der aktuellen Staffel platzt jedoch dieser Zauber. Ein Paar hat sich nämlich schon vorher heimlich getroffen und alle belogen.
Die TV-Pärchen Michelle und Marlon hätten den Regeln nach nie heiraten dürfen. Doch beide spielten ihr Treffen so gut herunter, dass weder die Produktionsfirma noch der Sender etwas bemerkten. Auch die drei Matching-Experten blieben ahnungslos. Erst später flog alles auf.
„Wir sind getäuscht worden“
Wie „Bild“ erfuhr, hörte Michelle vor den Dreharbeiten zufällig den Vornamen und den Wohnort ihres künftigen Mannes.
Die 28-Jährige suchte daraufhin den Großhandelskaufmann auf Social Media, und das mit Erfolg. Sie schrieben und trafen sich vorab und unerlaubt. Am Hochzeitstag taten sie dann so, als würden sie sich zum ersten Mal sehen.
Dabei war der magische Moment längst hin. „Erst im Nachhinein wurde aus Marlons Umfeld an die Produktion herangetragen, dass es sich bei diesem Paar eben nicht um eine Hochzeit auf den ersten Blick gehandelt hat“, erklärt eine Produktionsmitarbeiterin dem Boulevard-Blatt.
Die Experten Markus Ernst und Beate Quinn sind fassungslos. „Wir sind getäuscht worden“, sagen beide zu „Bild“.

Zieht Sat.1. nun Konsequenzen?
Michelle gesteht den Regelbruch offen ein. Sie sagt: „Ich habe den Namen meines Partners vorab erfahren, wir haben uns dann einmal getroffen. In diesem Moment hat mir das sehr viel Sicherheit gegeben, weil alles überwältigend war.“
Auch Marlon hält nicht hinterm Berg. „Mir war klar, dass wenn es sich bei der Kontaktaufnahme tatsächlich um meine zukünftige Ehefrau handelt, ich sie so oder so heiraten werde“, betont er.
„Bei unserer Hochzeit war ich aufgeregt, und jede meiner Reaktionen war echt.“ Doch auch er räumt ein: „Im Nachhinein wäre ich vermutlich deutlich weniger verkopft gewesen, wenn alles normal verlaufen wäre. Es ist also nicht empfehlenswert, es mir gleichzutun.“
Die Produktion zieht nun Konsequenzen. In der aktuellen Folge, die zuerst bei Joyn erscheint, nehmen die Experten beide getrennt ins Kreuzverhör. Sie konfrontieren das Paar mit dem „Regelverstoß“. Michelle und Marlon gestehen alles.
Die Hochzeits- und Flitterwochen-Szenen bleiben unverändert. Eine Mitarbeiterin erklärt weiter: „Dafür war es zu spät. Als wir auf die Lüge aufmerksam wurden, war alles schon im Kasten.“
Nach „Bild“-Informationen prüft die Produktion nun sogar, ob dem Paar Kosten berechnet werden können. Auch die Verträge sollen wohl für kommende Staffeln verschärft werden, sodass Vorab-Treffen künftig klar sanktioniert werden sollen.








