Mit 63 Jahren bricht HORST LICHTER endlich sein Schweigen und gibt zu, was wir alle vermutet haben

Horst Lichter – Ein Leben zwischen Glanz, Schmerz und Gelassenheit

Biografie: Horst Lichter: ZDF-Presseportal

Wenn man in Deutschland den Namen Horst Lichter hört, erscheinen sofort vertraute Bilder: der markante Schnurrbart, die warme Stimme, das herzliche Lachen. Seit 2013 führt der gebürtige Rheinländer als Moderator durch die ZDF-Erfolgssendung Bares für Rares – und ist dort weit mehr als nur Gastgeber.

Er ist Geschichtenerzähler, Vermittler, Seelentröster. Doch hinter dem Mann, der Millionen Zuschauer mit seiner Leichtigkeit begeistert, steckt eine Biografie, die geprägt ist von Schicksalsschlägen, Rückschlägen und einem unerschütterlichen Lebenswillen.

Horst Lichter, geboren 1962 in Nettesheim bei Rommerskirchen, wächst in einfachen Verhältnissen auf. Sein Vater ist Bergmann, die Mutter hält die Familie zusammen. Früh entdeckt Horst seine Liebe zum Kochen – und lernt, dass Leidenschaft und Disziplin in der Küche untrennbar miteinander verbunden sind.

Nach einer harten Ausbildung wird er Koch aus Überzeugung, nicht aus Ehrgeiz. Doch das Leben stellt ihn schon früh auf die Probe. Schulden, Existenzangst und Verantwortung lasten schwer auf seinen Schultern. Eine Zeit lang arbeitet er auf dem Schrottplatz – körperlich hart, seelisch zermürbend.

Horst Lichter spricht bei Raab über Bodybuilder-Vergangenheit: "Wir haben trainiert wie die Verrückten" - SWYRL, Entertainment-Themen, die dich begeistern.

In dieser Phase entdeckt Lichter das Bodybuilding als Zuflucht: „Ich konnte nicht bestimmen, ob das Leben fair ist, aber ich konnte bestimmen, ob ich stärker werde“, sagt er später. Diese Haltung rettet ihn, als ihn mit nur 26 Jahren der erste Schlaganfall trifft – gefolgt von einem zweiten und einem Herzinfarkt zwei Jahre später. Im Krankenhaus, zwischen Angst und Erkenntnis, beginnt ein neuer Abschnitt seines Lebens. Er erkennt, dass Erfolg nichts wert ist, wenn man sich selbst verliert.

Lichter kehrt zur Küche zurück – doch diesmal anders. Nicht Prestige, sondern Echtheit treibt ihn an. Er kocht, um Menschen Freude zu bereiten, nicht um Sterne zu sammeln. Doch das Schicksal bleibt unbarmherzig. Der Tod seines ersten Kindes – ein Verlust, über den er selten spricht – hinterlässt Spuren, die ihn bis heute begleiten. Sein Humor, seine Wärme, seine Empathie – sie alle wurzeln in diesem Schmerz.

Später trifft ihn erneut der Tod: Sein bester Freund stirbt an Krebs. Aus der gemeinsamen Trauer wächst eine neue Liebe – zu Nada, der Witwe seines Freundes, die er später heiratet. Was nach außen ungewöhnlich erscheinen mag, ist für Lichter ein Neuanfang, getragen von Mitgefühl und der Erkenntnis, dass Schmerz und Glück koexistieren können.

Heute, mit über 60 Jahren, zieht sich Horst Lichter langsam aus der Öffentlichkeit zurück. Kein Skandal, kein Abgang mit Getöse – nur die ruhige Entscheidung, mehr Zeit für sich, für Nada, für das Leben zu haben. „Ich bin nicht mehr der, der alles muss. Ich bin jetzt der, der darf“, sagt er.

In seinem Garten, zwischen Kräutern und Kaffeeduft, hat Horst Lichter gefunden, wonach er ein Leben lang gesucht hat: Frieden. Nicht als Flucht, sondern als bewusste Haltung. Er steht für eine Generation, die erkannt hat, dass Glück nicht im Mehr, sondern im Weniger liegt – und dass wahre Größe oft in der Stille zu finden ist.

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