Nahost-Konflikt: USA warnen vor Drohnenangriff auf Zypern
Nahost-Konflikt: USA warnen vor Drohnenangriff auf Zypern
Nahost – Der Konflikt im Nahen Osten weitet sich nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei weiter aus!

Die libanesische Hisbollah-Miliz feuerte in der Nacht auf Montag mehrere Raketen auf Israel ab und greift damit an der Seite Teherans in den Kampf gegen den Erzfeind ein. Israel reagierte mit Bombardements in südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut und anderen Teilen des nördlichen Nachbarlandes.
Zugleich startete Israels Luftwaffe nach Armeeangaben eine neue Angriffswelle im Herzen Teherans. Auch das US-Militär greift laut Präsident Donald Trump (79) weiter im Iran an.
Es ist das erste Mal seit Beginn einer Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel im November 2024, dass die vom Iran unterstützte Schiiten-Miliz Israel mit Raketen angreift. Sie begründete dies mit der Tötung Chameneis bei einem israelischen Luftangriff am Samstag in Teheran. Israels Armee fing nach eigenen Angaben ein Geschoss ab, andere seien in offenem Gelände niedergegangen.
Die Hisbollah trage “die volle Verantwortung für jede Eskalation”, erklärte der israelische Generalstabschef Ejal Zamir in der Nacht.
Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.
2. März, 12.54 Uhr: Öl-Tanker vor Küste Omans angegriffen
Laut einer Mitteilung der Marine wurde ein Öl-Tanker nahe des Hafens “Sultan Qaboos” vor der Küste der Stadt Muscat angegriffen.
Im Zuge des Angriffs sei ein Feuer auf dem Schiff ausgebrochen, die Besatzung habe rechtzeitig evakuiert werden können.
2. März, 12.49 Uhr: Teile der iranischen Revolutionsgarden ohne Kontakt zur Führung
Ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarden erklärte gegenüber dem US-Sender “NBC”, dass der Kontakt zu mehrere Einheiten abgebrochen sei.
Die betroffenen Einheiten würden nun autonom agieren: “Wenn Sie die Basis und das Hauptquartier nicht direkt kontaktieren können, können Sie die Streitkräfte gemäß Ihrer Entscheidung gegen den Feind einsetzen.”
2. März, 12.41 Uhr. Evakuierungen in Zypern
Wie das Innenministerium Zyperns mitteilte, wurden mehrere Gebiete aufgrund eines möglichen Angriffs vorsorglich evakuiert.
Neben einem Stadtbezirk der Stadt Paphos wurde auch der örtliche Flughafen evakuiert. Weitere Bewohner der Region wurden zudem angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben.
2. März, 12.34 Uhr: USA warnen Bürger vor Angriff auf Zypern
Die USA warnen ihre Staatsbürger auf Zypern vor einem möglichen Drohnenangriff auf die europäische Mittelmeer-Insel.
“Es liegen Informationen über eine mögliche Drohnenbedrohung in der Region Paphos vor”, teilte das US-Konsulat mit.
Bereits am Dienstagmorgen wurde offenbar ein britischer Militärstützpunkt auf Zypern beschossen. Die Drohnen hätten jedoch abgefangen werden können.

2. März, 12.28 Uhr: Energie-Anlagen in Katar getroffen
Nach Angaben des katarischen Verteidigungsministerium haben iranische Raketen wichtigen Energie-Standorte im Land getroffen.
Demnach seien der Wassertank eines Kraftwerks in der Stadt Mesaieed sowie eine weitere Energie-Einrichtung des Konzerns “Qatar Energy” getroffen worden. Unbestätigten Medienberichten zufolge, soll es sich bei letzterer um eine Flüssigerdgas-Anlage (LNG) handeln.
2. März, 12.21 Uhr: Zwei Verwundete nach Raketeneinschlag in Israel
Nach dem Einschlag einer ballistischen Rakete in der israelischen Großstadt Be’er Scheva seien zwei Menschen verletzt worden, wie die israelische Nachrichtenagentur “Walla” berichtete.
2. März, 12.13 Uhr: US-Kampfjets wegen “Friendly Fire” abgestürzt
Wie das US-Zentralkommando (CENTCOM) mitteilte, seien die drei über Kuwait abgestürzten US-Kampfjets von der Luftverteidigung Kuwaits versehentlich abgeschossen worden.
“Während aktiver Kämpfe – zu denen Angriffe von iranischen Flugzeugen, ballistischen Raketen und Drohnen gehörten – haben die USA Kampfjets der Luftwaffe wurden fälschlicherweise von der kuwaitischen Luftverteidigung abgeschossen”, heiß es dazu in einer Mitteilung. Alle sechs Insassen der Kampfjets seien in stabilem Zustand.

2. März, 12.05 Uhr: Israel startet sechste Angriffswelle
Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben mit ihrer sechsten Angriffswelle auf den Iran begonnen.
“Die Luftwaffe hat unter Leitung des Geheimdienstdirektorats eine groß angelegte Angriffswelle gegen Ziele des iranischen Terrorrregimes im Herzen Teherans gestartet”, teilten die israelischen Streitkräfte (IDF) mi.

2. März, 11.52 Uhr: Iranische Geheimdienst-Beamte ausgeschaltet
Nach Angaben der israelischen Streitkräfte (IDF) wurden mehrere “hochrangige Beamte des iranischen Geheimdienstministerium” eliminiert.
Der Militärschlag sei dabei mit “präziser intelligenter Steuerung” durchgeführt worden.

2. März, 11.47 Uhr: Iran feuert weitere Raketen auf Israel
Der Iran hat offenbar weitere Raketen auf Israel abgefeuert.
“Die Verteidigungssysteme arbeiten daran, die Bedrohung abzuwehren”, teilten die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) vor wenige Minuten mit. Die Bevölkerung wurde bereits gewarnt.
2. März, 11.45 Uhr: Israel auf “Szenario mit mehreren Kriegsschauplätzen” vorbereitet
Im Libanon hat die israelische Armee nach eigenen Angaben mehrere Stellungen der Hisbollah-Miliz sowie hochrangige Milizführer attackiert.
Während derzeit gleichzeitig Angriffe auf den Iran und den Libanon stattfinden würden, seien bereits in der Nacht auf Montag Hauptquartiere in Beirut sowie ein Waffenlager in der Region Tyros attackiert worden, wie die israelische Luftwaffe mitteilte.
“Die Terrororganisation Hisbollah hat sich entschieden, dem iranischen Terrorregime beizutreten und wird fortan die Folgen des Angriffs auf den Staat Israel tragen”, schrieb die israelische Luftwaffe auf X. Gleichermaßen betonte man, dass Israel auf “ein Szenario mit mehreren Kriegsschauplätzen” vorbereitet sei.

2. März, 11.32 Uhr: Frankreich sagt von Iran angegriffenen Golfstaaten Hilfe zu
Frankreich hat den vom Iran angegriffenen Golfstaaten und Jordanien Hilfe bei ihrer Verteidigung zugesichert.
“Den befreundeten Ländern, die gezielt mit Raketen und Drohnen der Revolutionsgarden angegriffen und in einen Krieg verwickelt wurden, den sie nicht gewählt haben – Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Irak, Bahrain, Kuwait, Oman und Jordanien – bekundet Frankreich seine uneingeschränkte Unterstützung und Solidarität”, sagte Außenminister Jean-Noël Barrot in Paris. “Es ist bereit (…), sich an ihrer Verteidigung zu beteiligen.”
“Es geht darum, die Sicherheit unserer Einrichtungen, unserer Stützpunkte und unseres Militärpersonals in der Region zu gewährleisten und, wie ich bereits sagte, bereit zu sein, unter den genannten Bedingungen zur Verteidigung unserer Partner beizutragen, wenn diese uns darum in angemessener Weise und im Einklang mit dem Völkerrecht ersuchen”, erklärte der Minister. Am Sonntagabend hatte Präsident Emmanuel Macron zu diesem Zweck bereits eine Verstärkung seiner Verteidigungspräsenz im Nahen Osten angekündigt.

2. März, 11.16 Uhr: Israels Botschafter sagt, Iran will Europa in den Krieg ziehen
Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, wirft dem Iran vor, Europa in den Krieg im Nahen Osten hineinziehen zu wollen.
Der mutmaßliche Drohneneinschlag auf einem britischen Luftwaffenstützpunkt im EU-Staat Zypern sei für ihn ein Anzeichen dafür, dass der Iran versuche, die Europäer in Kampfhandlungen zu verwickeln, sagte Prosor der Deutschen Presse-Agentur. “Hoffentlich wird Europa das mal sehen und darauf auch reagieren – in welcher Art und Weise, das ist eine Entscheidung, die in Europa getroffen wird.”
Der Botschafter verwies in diesem Zusammenhang auf die in Artikel 42 des EU-Vertrags festgeschriebene Beistandsklausel, die die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, angegriffene EU-Partnerstaaten zu unterstützen. “Es gibt eine Beistandsklausel, die eigentlich sagt, weil Zypern Teil von Europa ist, ist es die Verantwortung, Zypern zu verteidigen.”

2. März, 11 Uhr: Irans Schulen bis Ende März geschlossen – Unterricht online
Angesichts des Krieges bleiben die Schulen im Iran bis Ende März geschlossen. Der Unterricht erfolge stattdessen nun online, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Die Regelung gilt demnach bis zum Ende des persischen Kalenderjahrs, das am 21. März endet.
Infolge der “militärischen Aggression des zionistischen Regimes mit Unterstützung der USA” seien Schulen aller Bildungsstufen bis zum Jahresende geschlossen, und der Unterricht werde virtuell erteilt, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

2. März, 10.56 Uhr: Experte hält noch härtere Gegenschläge Irans für möglich
Der Iran ist nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers Nico Lange auch weiterhin zu heftigen Angriffe in der Lage. “Man muss davon ausgehen, dass noch erhebliche Kapazitäten für Raketenabschüsse im Iran vorhanden sind, die zum Beispiel unterirdisch versteckt worden sind”, sagte der Militärexperte. Zudem verwies er auf die libanesische Hisbollah-Miliz, die den Iran militärisch unterstützt.
“Iran hat Proxys in der Region, die aus unterschiedlichen Richtungen Israel und die Amerikaner angreifen können, das war so erwartbar und das wird sicherlich jetzt auch kommen”, sagte Lange. Mit Proxys sind hier bewaffnete Unterstützergruppen des Irans gemeint. “Möglicherweise stehen die härtesten Gegenschläge noch bevor”, so Lange.
Europa hat aus Sicht des Experten keinerlei Einfluss auf den Konflikt. “Die Europäer sind kein Faktor und verlegen sich bisher aufs Warnen und Mahnen, weil sie die Situation überhaupt nicht beeinflussen können”, sagte er. “Ich glaube nicht, dass die Europäer militärische Möglichkeiten haben, wirklich gegen den Iran was zu tun.”
Der Iran wiederum werde versuchen, “möglichst viele anzugreifen, möglichst viele hineinzuziehen, in der Hoffnung, dass die im Zeitverlauf Druck machen auf die Amerikaner, damit die Amerikaner aus diesem Krieg wieder aussteigen”, erklärte Lange. “Die Zeit läuft aus Sicht der Revolutionsgarden eher für sie.”
2. März, 10.44 Uhr: EU sagt nach mutmaßlichem Drohnenangriff Ministertreffen ab
Nach einem mutmaßlichen Drohnenangriff auf einen Militärstützpunkt in Zypern ist ein dort geplantes EU-Ministertreffen kurzfristig abgesagt worden.
Die unvorhergesehene Entwicklung beeinträchtige leider die Flüge nach Zypern, teilte die derzeitige zyprische EU-Ratspräsidentschaft mit. Deswegen sei beschlossen worden, das informelle Europaministertreffen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Es hätte eigentlich an diesem Montagnachmittag beginnen und bis Dienstagabend dauern sollen.
Zuvor war der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri im EU-Land Zypern in der Nacht zum Montag mutmaßlich von einer Drohne getroffen worden. Es handelte sich um ein unbemanntes Fluggerät vom Typ “Shahed”, teilte der zyprische Präsident Nikos Christodoulidis mit. Das britische Verteidigungsministerium in London bestätigte den Vorfall. Verletzt wurde nach Angaben des Präsidenten niemand. Unklar war zunächst, wer die Drohne abgefeuert hat.
2. März, 10.38 Uhr: Anlage von Öl-Konzern Aramco in Saudi-Arbaien angegriffen
In Saudi-Arabien ist eine Anlage des staatlichen Ölkonzerns Aramco mit mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden. Zwei Drohnen hätten die Ölraffinerie in Ras Tanura im Osten des Landes attackiert, teilte ein Sprecher des saudischen Verteidigungsministeriums mit.
Die Drohnen seien abgefangen und zerstört worden. Durch herabfallende Trümmerteile sei an der Anlage ein Feuer ausgebrochen, Opfer habe es dabei aber nicht gegeben. Einige Trümmerteile seien auch in Wohngegenden heruntergekommen.
Der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete unter Berufung auf das Energieministerium, einige Teile der Anlage seien vorübergehend geschlossen worden. Kurz darauf berichtete der Kanal aber unter Berufung auf das Ministerium, die Ölproduktion und der Betrieb in Ras Tanura laufe normal weiter.

2. März, 10.15 Uhr: IAEA-Chef warnt vor Atomunfall im Nahen Osten
Angesichts der militärischen Eskalation im Nahen und Mittleren Osten warnt der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, vor dem Risiko eines Atomunfalls.
“Wir können einen möglichen Strahlungsaustritt mit schwerwiegenden Folgen nicht ausschließen – inklusive die Evakuierung von Gebieten, die so groß oder größer sind wie Großstädte”, warnte er in einer Sondersitzung der Organisation in Wien.
Nach den jüngsten Angriffen der USA und Israels auf den Iran gebe es bislang keine Hinweise, dass iranische Atomanlagen beschädigt oder getroffen worden seien, so Grossi. Er warnte jedoch vor einem erhöhten nuklearen Sicherheitsrisiko in der Region, auch weil mittlerweile eine Reihe anderer Länder angegriffen worden seien, die ebenfalls Nuklearanlagen haben. “Wir fordern deshalb äußerste Zurückhaltung bei allen militärischen Operationen”, sagte er.
Der IAEA-Generaldirektor wies auf Atomreaktoren in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien und Syrien hin. Auch viele andere Länder im Nahen Osten verfügten über Atomtechnologie, so Grossi. Israel und die Vereinigten Staaten hatten bereits im vergangenen Sommer Irans Atomanlagen angegriffen und schwer beschädigt.

2. März, 10.02 Uhr: Wadephul – Werden uns am Iran-Krieg nicht beteiligen
Deutschland wird sich nach Angaben von Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) nicht an militärischen Aktionen gegen den Iran beteiligen. “Die Bundesregierung hat nicht die Absicht, sich zu beteiligen”, sagte Wadephul im Deutschlandfunk.
Im Gegensatz zu Großbritannien, das den USA die Nutzung britischer Stützpunkte in der Region für die Zerstörung iranischer Raketen und Raketen-Abschussrampen erlaubt, habe Deutschland solche Basen dort nicht. “Wir haben auch keine entsprechenden militärischen Mittel”, sagte Wadephul. “Und die Bundesrepublik hat definitiv nicht die Absicht, sich irgendwie zu beteiligen.”
Möglich sei allerdings, dass “unsere Bundeswehrsoldaten, wenn sie angegriffen werden würden, sich defensiv verteidigen würden”, führte er weiter aus. “Weitere Maßnahmen darüber hinaus wird es aus bundesdeutscher Sicht nichts geben.” Deutsche Soldaten sind an mehreren Standorten im Nahen Osten stationiert, vor allem in Jordanien, im Irak sowie im Libanon.

2. März, 9.36 Uhr: Wohl mehr als 555 Tote bei Angriffen im Iran
Bei den Angriffen Israels und der USA sind im Iran nach Angaben des Roten Halbmonds mindestens 555 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100.000 Rettungskräfte seien landesweit im Einsatz, hieß es in einer Mitteilung der humanitären Organisation im Iran. Mehr als 130 Landkreise seien vom Krieg betroffen.
Seit Samstag greifen Israel und die USA Hunderte Ziele im Iran an. Dazu zählen militärische Infrastruktur wie Raketenabschussrampen, Anlagen des umstrittenen Atomprogramms, Hauptquartiere der Militärführung sowie Vertreter der politischen Führung. Die Hauptstadt Teheran wurde am Sonntag erneut schwer bombardiert.
Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei wurde am Samstag getötet. Israel und die USA begründen den Krieg mit der Bedrohung durch Irans Raketen- und Atomprogramm.

2. März, 9.22 Uhr: Börse reagiert auf Situation im Nahen Osten
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran und dessen Vergeltungsschläge haben den deutschen Aktienmarkt zum Wochenauftakt auf Talfahrt geschickt.
Der Grund: Die Öl- und Gaspreise stiegen wegen des Krieges stark. Der Dax büßte am Montag in den ersten Handelsminuten 2,3 Prozent auf 24.697 Punkte ein. Am Freitag war der deutsche Leitindex noch nahe an das Rekordhoch von Mitte Januar gestiegen.
Der MDax der mittelgroßen Werte verlor zum Wochenauftakt 2,7 Prozent auf 30.706 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 2,3 Prozent.
2. März, 9.12 Uhr: Arabische Staaten protestieren gegen Angriffe des Irans
Jordanien und andere arabische Staaten haben gegen die Angriffe des Irans protestiert und Diplomaten einbestellt.
Das jordanische Außenministerium teilte auf der Plattform X mit, es habe den iranischen Geschäftsträger am Sonntagabend eine Protestnote zu den Angriffen auf Jordanien und andere arabische Staaten übermittelt. Diese stellten eine Verletzung der jordanischen und arabischen Souveränität dar. Es handele sich um einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht.
Die Vereinigten Arabischen Emirate teilten nach Angaben der Staatsagentur WAM mit, sie hätten den iranischen Botschafter einbestellt und die “iranischen Terrorangriffe und Übergriffe” aufs Schärfste verurteilt. Auch Saudi-Arabien hatte am Sonntag den iranischen Botschafter einbestellt.
2. März, 8.56 Uhr: Mehrere US-Militärjets abgestürzt – Crews überleben
Im Golfstaat Kuwait sind nach dortigen offiziellen Angaben mehrere US-Militärflugzeuge abgestürzt.
Die Besatzungen hätten überlebt, teilte ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums mit. Zu den Absturzursachen machte der Sprecher keine Angaben.

2. März, 8.15 Uhr: US-Kampfflugzeug soll in Kuwait abgestürzt sein
Im Golfstaat Kuwait ist Berichten zufolge ein US-Kampfflugzeug abgestürzt. In sozialen Medien kursierten mehrere Videos, die den Vorfall zeigen sollen.
Der Pilot des Kampfjets vom Typ F-15 sowie ein Waffenoffizier sollen sich örtlichen Berichten zufolge rechtzeitig aus der Maschine befreit haben. Weitere Videos sollen auch zeigen, wie Anwohner einen US-Kampfpiloten im Kofferraum ihres Autos in Sicherheit bringen. Bilder vom Absturzort zeigen auch einen Fallschirm.
Der US-Nachrichtensender CNN lokalisierte die Videos und berichtete, der Absturz habe sich wenige Kilometer vom US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salam entfernt ereignet. Es handle sich um ein Kampfflugzeug des Typs F-15 oder F/A-18. Allerdings hätten auch Kuwaits Streitkräfte solche Flugzeuge im Einsatz. Eine offizielle Bestätigung des Absturzes gibt es noch nicht.
2. März, 7.54 Uhr: Rauch steigt laut Berichten aus US-Botschaft in Kuwait auf
Nach erneuten iranischen Luftangriffen steigt im Golfstaat Kuwait Rauch aus der Botschaft der USA auf. Ein Korrespondent berichtete am Montag aus der Hauptstadt Kuwait-Stadt von einer Rauchsäule über dem Gebäudekomplex. Zuvor waren über Kuwait-Stadt Warnsirenen erklungen.
Die US-Botschaft selbst bestätigte zunächst keinen Einschlag. In einer Erklärung rief sie aber dazu auf, der diplomatischen Vertretung fernzubleiben. Die Mitarbeiter der Vertretung hätten sich “an Ort und Stelle in Sicherheit gebracht”.
“Es besteht eine anhaltende Gefahr von Raketen- und Drohnenangriffen über Kuwait”, hieß es in der Erklärung weiter. “Kommen Sie nicht zur Botschaft. Suchen Sie Schutz in Ihrer Wohnung auf der untersten Etage und halten Sie sich von Fenstern fern. Gehen Sie nicht nach draußen.”
Das kuwaitische Innenministerium schrieb seinerseits am Montag von einem Drohnenangriff in den frühen Morgenstunden. Ein Teil der Drohnen seien abgefangen worden, Angaben zu deren Anzahl machte das Ministerium zunächst nicht.

2. März, 7.37 Uhr: Klinik im Iran von Rakete getroffen
Bei den israelisch-amerikanischen Bombardierungen im Iran ist in der Hauptstadt eine Klinik beschädigt worden. Das Gandhi-Krankenhaus in der Millionenmetropole Teheran sei am späten Sonntagabend von einer Rakete getroffen worden, berichteten iranische Medien übereinstimmend.
“Meine Kollegen sind gerade dabei, das Krankenhaus zu evakuieren”, schrieb der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur, auf X. Er veröffentlichte ein Video, das einen beschädigten Eingangsbereich zeigte.
Landesweit seien seit Kriegsbeginn sieben medizinische Einrichtungen attackiert worden, berichtete der staatliche Rundfunk. In Teheran seien neben der Gandhi-Klinik zwei weitere Krankenhäuser getroffen worden. Beschädigt wurde demnach auch ein Krankenhaus in der südwestlichen Provinzhauptstadt Ahwas. Außerdem seien landesweit drei Rettungswachen angegriffen worden. Die Angaben sind nicht unabhängig zu überprüfen.
Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen stehen unter besonderem Schutz des humanitären Völkerrechts. Als zivile Einrichtungen dürfen sie nicht angegriffen werden.
2. März, 7.21 Uhr: Libanon – Dutzende Tote bei Israels Angriffen
Bei den israelischen Angriffen im Libanon sind nach örtlichen Angaben bereits Dutzende Menschen getötet worden.
Wie das libanesische Gesundheitsministerium am Morgen mitteilte, kamen nach vorläufigen Angaben in den südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut sowie im Süden des Landes mindestens 31 Menschen ums Leben. 149 weitere Menschen seien verletzt worden. Israels Militär begann am Morgen eine neue Angriffswelle. Ziel seien Stellungen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz, teilte die Armee mit.
Die Hisbollah hatte in der Nacht mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Eine wurde laut Israels Militär abgefangen, mehrere weitere Geschosse seien auf offenem Gelände niedergegangen. Die Miliz begründete den nächtlichen Angriff auf Israel mit der Tötung des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bei einem israelischen Luftangriff am Samstag in Irans Hauptstadt Teheran.
2. März, 7.01 Uhr: Israel beginnt weitere Angriffswelle im Libanon
Das israelische Militär hat eine neue Angriffswelle im Libanon begonnen. Ziel seien Stellungen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz, teilte die Armee am Morgen mit.
Dazu gehörten Waffenlager sowie weitere Infrastruktur der Schiiten-Miliz in mehreren Gebieten des nördlichen Nachbarlandes. Die Hisbollah hatte in der Nacht mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Eine wurde laut Israels Militär abgefangen, mehrere weitere Geschosse seien auf offenem Gelände niedergegangen.
Die Miliz begründete den nächtlichen Angriff auf Israel mit der Tötung des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bei einem israelischen Luftangriff am Samstag in der iranischen Hauptstadt Teheran.

2. März, 6.57 Uhr: Top-Vertreter des Irans – Wir verhandeln nicht mit den USA
Einer der ranghöchsten Vertreter der iranischen Führung hat Verhandlungen mit den USA ausgeschlossen. Teheran werde nicht mit Washington verhandeln, schrieb der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, auf der Plattform X.
Er reagierte damit auf einen Medienbericht, wonach er sich über den Vermittler Oman trotz der laufenden Angriffe um neue Gespräche mit den USA bemüht haben soll. US-Präsident Donald Trump habe den Nahen Osten ins Chaos gestürzt, schrieb Laridschani weiter. Der Iran habe den Krieg nicht begonnen und werde sich weiter verteidigen.

2. März, 6.37 Uhr: Iran greift erneut mit Raketen an
Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs am Morgen erneut Raketen auf den jüdischen Staat abgefeuert. Die Verteidigungssysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren, teilte die Armee mit.
Unter anderem in Tel Aviv gab es Raketenalarm. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Anweisungen des Heimatschutzes zu folgen. Der Iran greift nach der Tötung des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei bei einem israelischen Luftangriff am Samstag den Erzfeind immer wieder mit Raketen an.
Israels Luftwaffe hatte in der Nacht nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle gegen Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran begonnen. Auch das mit Israel verbündete US-Militär will seine Angriffe im Iran weiter fortsetzen.

2. März, 6.25 Uhr: Israel warnt vor Eskalation
Israels Armee griff in Reaktion darauf in Beirut nach eigenen Angaben ranghohe Mitglieder der Hisbollah an. Ein weiteres sei im Süden des Libanons getroffen worden.
Die Angriffe im Libanon würden fortgesetzt, “ihre Intensität wird zunehmen”, kündigte der zuständige israelische Kommandeur Rafi Milo heute Morgen nach der ersten Angriffswelle an. Israel und die Hisbollah führten bis Ende 2024 Krieg, seither gilt eigentlich eine Waffenruhe. Die Miliz ist zwar stark geschwächt, soll jedoch noch über große militärische Fähigkeiten verfügen.
Eine weitere mit dem Iran verbündete Miliz im Irak griff nach eigenen Angaben einen Stützpunkt der US-Truppen in der Hauptstadt Bagdad an. Sie habe heute am frühen Morgen den US-Stützpunkt nahe dem Flughafen mit einer Drohne attackiert, teilte Saraja Aulija al-Dam mit. Auch sie sprach von “Vergeltung” für Chameneis Tod und “Unterstützung” für den Iran. Eine Bestätigung von offizieller irakischer Seite oder vom US-Militär gab es zunächst nicht.








