Plötzlich macht „Bares für Rares“ Star Horst Lichter Druck „Bevor sich das jemand anders überlegt“
Ein Schmuckstück, das selbst erfahrene Profis ins Staunen versetzte, sorgte in der Sondersendung Bares für Rares – Lieblingsstücke für einen der denkwürdigsten Momente.
Ein goldglänzendes Armband entwickelte sich dabei nicht nur zum heimlichen Star der Ausgabe, sondern auch zum Anlass für eine ungewöhnlich deutliche Mahnung von Horst Lichter. Seine Worte ließen keinen Zweifel: Hier musste schnell gehandelt werden.
In den Spezialfolgen von Lieblingsstücke steht weniger der klassische Ablauf aus Expertise und Bietergefecht im Vordergrund. Stattdessen geht es um Rückblicke auf Objekte, die Händler und Experten nachhaltig beeindruckt haben.

Genau in dieses Format passte das Armband perfekt – ein Schmuckstück, das durch handwerkliche Raffinesse, hohen Materialwert und zeitlose Eleganz gleichermaßen überzeugte.
Bei dem Objekt handelte es sich um ein sogenanntes Spaghettiarmband. Mehrere feine Goldstränge waren so miteinander verbunden, dass sie sich weich und flexibel um das Handgelenk legten.
Diese Machart war vor allem in den 1930er- und 1940er-Jahren beliebt und galt als Inbegriff von Luxus und Tragekomfort. Trotz seines hohen Goldanteils wirkte das Armband nicht massiv oder schwer, sondern filigran und außergewöhnlich elegant.
Besonderes Augenmerk zog der Verschluss auf sich. In ihm waren leuchtend blaue Saphire eingefasst, die dem Schmuckstück einen markanten Mittelpunkt verliehen.
Die Form ließ Raum für Interpretationen: Manche erkannten darin eine kleine Ananas, andere eher einen Igel – ein charmantes Detail, das dem Armband zusätzlich Charakter verlieh. Der Zustand war nahezu makellos, was bei einem Stück dieses Alters alles andere als selbstverständlich ist.
Die Verkäuferin hatte sich für das prachtvolle Armband lediglich 2.000 Euro vorgestellt. Eine Summe, die bei den anwesenden Fachleuten sofort für hochgezogene Augenbrauen sorgte. Händler Wolfgang Pauritsch reagierte sichtbar überrascht, und auch Schmuckexpertin Heide Rezepa-Zabel machte schnell klar, dass diese Preisvorstellung deutlich zu niedrig angesetzt war. Allein der reine Goldwert, so ihre Einschätzung, liege bereits bei rund 3.250 Euro.
Doch damit war das Potenzial des Schmuckstücks längst nicht ausgeschöpft. Unter Berücksichtigung von Design, Erhaltungszustand und Seltenheit taxierte Rezepa-Zabel den realistischen Marktwert auf 3.500 bis 4.000 Euro. Für die Verkäuferin ein Moment des Unglaubens – die Überraschung stand ihr förmlich ins Gesicht geschrieben.
In genau diesem Augenblick meldete sich Horst Lichter mit einem seltenen, fast mahnenden Appell zu Wort. Sinngemäß machte er deutlich, dass jetzt keine Zeit zu verlieren sei, bevor sich jemand anders überlege. Eine Aufforderung, die unterstrich, wie außergewöhnlich dieses Schmuckstück tatsächlich war.
Noch im Studio fiel die Entscheidung, direkt in den Händlerraum zu gehen. Dort bestätigte sich der Eindruck der Experten: Fast alle Händler signalisierten Interesse, die Gebote stiegen zügig. Am Ende setzte sich Susanne Steiger durch und zahlte exakt 4.000 Euro – die obere Grenze der Expertise.
Aus einer vermeintlich bescheidenen Preisvorstellung wurde so ein echter Triumph für die Verkäuferin. Das Spaghettiarmband entpuppte sich als wahrer Goldschatz und zeigte eindrucksvoll, warum Bares für Rares immer wieder für große Überraschungen gut ist. Fachwissen, Erfahrung und ein geschultes Auge können den Unterschied machen – zwischen einem guten Verkauf und einem außergewöhnlichen Erfolg.








