Schrottwichtel-Geschenk wird zum echten Glücksgriff ” Bares für Rares “
Pulheim – „Bares für Rares“ ist seit Jahren eine echte Institution im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Horst Lichter (64) führt hier regelmäßig durch skurrile, faszinierende und manchmal auch fragwürdige Raritäten. In der heutigen Ausgabe gibt es wieder jede Menge denkwürdiger Fundstücke mit spannenden Herkunftsgeschichten.
BILD stellt Ihnen im Folgenden das Highlight der heutigen Folge vor und zeigt außerdem, welche weiteren Raritäten am Montag, dem 20. April 2026, versteigert werden.
Das ist das Highlight der heutigen Folge
Ein ungewöhnlicher Fund führt Bettina und Heribert aus Viersen heute zu Horst Lichter ins Studio: Beim Schrottwichteln ihres Schützenvereins fällt ihnen eine über 100 Jahre alte Keramikfigur in die Hände. Ein detailreich gestalteter Gelbhaubenkakadu aus Majolika.
Hinter dem Stück steckt mehr als nur Deko. Geschaffen wurde die Figur um 1911 vom Künstler Emil Pottner für die traditionsreiche Karlsruher Majolika-Manufaktur. Die farbintensive Glasur und die feine Ausarbeitung machen das Tier zu einem klassischen Beispiel für die Kunstkeramik jener Zeit.
Colmar Schulte-Goltz (52) gibt seine Schätzung für den Keramik-Kakadu ab
Mit großen Erwartungen treten die beiden dennoch nicht an: Bettina und Heribert haben selbst nur mit etwa 50 bis 100 Euro gerechnet. Entsprechend überrascht fällt die Expertise aus. Colmar Schulte-Goltz bewertet die Figur mit 280 bis 390 Euro. Deutlich über der eigenen Einschätzung der Verkäufer.
Im Händlerraum bleibt die Entwicklung jedoch verhalten. Die Gebote bewegen sich unterhalb der Expertise und steigen nur langsam. Am Ende wird der Kakadu für 240 Euro verkauft. Damit liegt der Preis zwar unter der Schätzung, übertrifft aber die ursprünglichen Erwartungen der Verkäufer um einiges. Aus einem Schrottwichtel-Geschenk wird so also ein unerwartet lukrativer Verkauf.
Alle weiteren Raritäten vom 20. April 2026
Hier eine Übersicht der weiteren Raritäten von heute und was die Einschätzung des Expertenteams von „Bares für Rares“ dazu ist:
- Prunkschild nach französischem Vorbild: Chiara und Joachim aus Fuldatal brachten ein Prunkschild, das einem Schild des französischen Königs Heinrich II. nachgebildet ist. Es stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und wurde in einer industriellen Werkstatt gefertigt. Expertenschätzung: 150 bis 200 Euro
- Schulwandkarten mit Tiermotiven (50er bis 70er Jahre): Hubert aus Grünberg bietet 50 Lehrkarten mit tierischen Motiven an, gedruckt auf Leinenstoff in einem hochwertigen Siebdruckverfahren. Die Karten stammen aus den 1950ern bis 70ern und sind gut erhalten. Expertenschätzung: 50 bis 250 Euro.
- Art-Déco-Platincollier mit Brillanten: Birgit aus Heddesheim brachte ein zierliches Platincollier aus den 1920er Jahren mit einem kleinen Brillanten (circa 0,2 ct) und Diamantrosen mit. Expertenschätzung: 600 bis 700 Euro.
- Uhr des Mazda RX-8: Jenny und Thorben brachten eine feine mechanische Uhr mit Chronografen-Funktion und Saphirglas mit. Expertenschätzung: 2000 bis 2500 Euro.








