Sechsjährige macht Flohmarkt-Schnäppchen – bei „Bares für Rares“ gibt es dann eine Überraschung

Die Mutter einer heute 14-Jährigen kommt mit sechs bunten Silberlöffeln zu „Bares für Rares“ – und einer kuriosen Geschichte im Gepäck. Vor Jahren hatte die Tochter die Löffelchen von ihrem Taschengeld auf einem Flohmarkt gekauft. Jetzt möchte sie sie wieder abgeben – für einen Kanada-Urlaub.

Köln – Flohmarkt-Fundstücke, die sich als wertvolle Raritäten entpuppen, gibt es bei „Bares für Rares“ immer wieder. Auch Familienerbstücke, die sich als wertvoller entpuppen als erwartet, sind an der Tagesordnung – oder umgekehrt.

Flohmarkt-Fund einer 6-Jährigen überrascht bei „Bares für Rares“

Dass eine Sechsjährige einen kleinen Schatz bei einer Haushaltsauflösung für fünf Euro von ihrem Taschengeld erwirbt – um ihn dann Jahre später weiterzuverkaufen, um einen Kanada-Urlaub zu finanzieren, das dürfte wohl eine Premiere in den mittlerweile mehr als 2000 Folgen von „Bares für Rares“ sein.

Flohmarkt-Fund einer 6-Jährigen überrascht bei „Bares für Rares“

In der ZDF-Trödelshow steht aber nicht die heute 14-Jährige selbst am Tisch von Moderator Horst Lichter, sondern deren Mutter Vanessa. Im Gepäck hat sie die Geschichte der Löffelchen. Etwa acht, vielleicht neun Jahre sei es her, dass sie mit ihrer Tochter auf einer Haushaltsauflösung war.

Dort entdeckte das Kind die sechs bunt emaillierten Silberlöffel. „Ich habe dann gesagt, was wollen wir mit Löffelchen. Dann müsstest du dein Taschengeld dafür nehmen“, berichtet Mutter Vanessa. Das Kind ließ sich nicht lange bitten, zückte den Geldbeutel, handelte die Löffel auf fünf Euro runter und nahm sie mit nach Hause.

Nun stehe im kommenden Jahr eine Reise nach Kanada an, erzählt die Mutter weiter, wofür die Tochter ihre Reisekasse etwas aufstocken wolle. Also sollen nun die Löffelchen verkauft werden.

Antike „Gute-Laune-Löffel“ stammen von Silberschmied aus Norwegen

Und an diesem Punkt kommt Edelmetall-Fachfrau Wendela Horz ins Spiel, denn sie weiß einiges über das Mini-Besteck zu berichten. Gute-Laune-Löffel seien dies – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die Silberarbeit stamme aus Norwegen, wo bekanntermaßen die Winter oft lang und dunkel seien. Farbtupfer im Alltag seien also eine willkommene Abwechslung.

Entstanden seien die Löffel wohl um das Jahr 1920 in Oslo bei dem bekannten Silberschmied David Andersen. „Andersen war dafür bekannt, dass er ab Anfang des 20. Jahrhunderts Emaille-Arbeiten ausgeführt hat“, weiß Wendela Horz. Und besonders die Löffelchen – gearbeitet in vergoldetem 925er Silber und mit verschiedenfarbiger Emaille verziert – seien ab 1901 ein absoluter Verkaufsschlager gewesen.

Das sechsteilige Löffelset – immerhin gute 100 Jahre alt – sei in einem sehr guten Zustand, so Horz. Der Wunschpreis der jungen Besitzerin kommt äußerst bescheiden daher: mindestens die fünf Euro, die sie bezahlt hat, möchte sie wiederhaben. Das sollte kein Problem darstellen. Schon der Silberwert liege bei 30 bis 35 Euro, berichtet die Expertin. Den Wert der antiken Stücke schätzt sie sogar auf 180 bis 220 Euro.

Das Set aus insgesamt sechs emaillierten Silberlöffelchen aus den 1920er Jahren kommt bei den „Bares für Rares“-Händlern gut an.

„So, man muss manchmal auf die Intuition von Kindern hören“, hat Moderator Horst Lichter dazu nur lapidar zu sagen, bevor er die Händlerkarte überreicht.

Antike Silberlöffel stoßen bei „Bares für Rares“-Händler auf reges Interesse

Im Händlerraum stoßen die sechs Löffelchen – ein vollständiges Set – ebenfalls auf Interesse. Vor allem Elke Velten und Julian Schmitz-Avila zeigen sich angetan. Und sogar Händler Benjamin Leo Leo – „eigentlich ist das nicht meine Ware“ – beurteilt die Silberarbeit als „wirklich schön“. Gute Voraussetzungen also für einen Verkauf.

Mit einem Waldi-Lehnertz-Gebot eröffnet dann Schmitz-Avila die Verhandlung: 80 Euro. Dabei bleibt es aber längst nicht. Schnell schießen die Gebote in die Höhe. Außer Benjamin Leo Leo beteiligen sich alle Händler, die Fünfer-Runde wird vervollständigt von David Suppes und Steve Mandel.

Bei 260 Euro sieht Elke Velten sich bereits als künftige Besitzerin des Löffelsets. Ihr „Kämen wir ins Geschäft?“ ist allerdings etwas voreilig, denn David Suppes grätscht noch einmal mit einem Gebot von 270 Euro dazwischen. Daraufhin gibt Velten nach und überlässt ihrem jüngeren Kollegen das Feld.

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