Spendenregen für Gils Lügenopfer – Doch wer ist der wahre Schuldige?
Leipzig (Sachsen) – Wenn sein Dschungelcamp-Sieg etwas Gutes hatte, dann diese Welle der Solidarität. Nach dem Wirbel um den Davidstern-Skandal und den Sieg von Gil Ofarim (43) in der RTL-Show „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ setzen sich jetzt immer mehr Menschen für den Leipziger Hotelmitarbeiter Markus W. ein, dem der Sänger zu Unrecht schwere Vorwürfe gemacht hatte. Auch mit dem Portemonnaie wird geholfen.
Über 20.000 Euro für Markus W.
Mitte Februar startete Influencer Sanijel Jakimovski (35) eine Spendenaktion für Markus W. Auslöser war Ofarims Auftritt im RTL-Dschungelcamp. Dort sprach er erneut über den Fall, der 2021 Schlagzeilen machte: Ofarim hatte Markus W. öffentlich beschuldigt, ihn antisemitisch behandelt zu haben. Später stellte sich heraus, dass die Anschuldigungen erfunden waren.
Warum jetzt der Spendenaufruf? Markus W. soll nach den belastenden Jahren symbolisch und finanziell den Rücken gestärkt werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 20.635 Euro kamen zusammen! Am Montag wurde der gesamte Betrag an Markus W. überwiesen, teilte Jakimovski auf Instagram mit.
Influencer Sanijel Jakimovski (35) steckt hinter der Aktion
Insgesamt gingen demnach 972 Spenden von 930 unterschiedlichen Menschen ein (einige spendeten offenbar mehrfach). Macht im Schnitt 21,23 Euro. Viele überwiesen auch nur einen oder zwei Euro. Nahezu 70 Prozent der Beiträge kamen von Frauen. „Aber egal, ob ein Euro oder 100 Euro – jeder einzelne Cent war ein Zeichen gegen Ungerechtigkeit“, schreibt Jakimovski. „Danke für dieses krasse Signal!“
Markus W. will selbst spenden
Markus W. erklärte, einen Teil des Geldes wolle er an wohltätige Organisationen weitergeben. Darunter „HateAid“, eine Organisation gegen Hass im Internet, sowie der Leipziger Verein „Minilöwen“, der sich für Früh- und kranke Neugeborene einsetzt. Einen weiteren Teil wolle er für „Zeit für mich und meine Familie, die zu jeder Zeit an meiner Seite stand“, nutzen. Zum Abschluss seiner Botschaft ließ er ausrichten: „Richte den lieben Menschen, die dazu beitragen, bitte viele herzliche Grüße aus. Ich bin unendlich dankbar für den Zuspruch und weiß das sehr zu schätzen.“
Der Hintergrund des Falls
Im Jahr 2021 hatte Ofarim öffentlich behauptet, ein Mitarbeiter eines Leipziger Hotels habe ihn aus antisemitischen Gründen abgewiesen. Ermittlungen, Videoaufnahmen und Zeugenaussagen ergaben jedoch keinen Beleg für den Vorfall. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen falscher Verdächtigung und Verleumdung. Im November 2023 räumte Ofarim vor dem Landgericht Leipzig ein, dass die Vorwürfe erfunden waren. Das Verfahren wurde gegen eine Geldauflage eingestellt – darunter 10.000 Euro. Zusätzlich einigten sich Ofarim und Markus W. auf eine Zahlung von 20.000 Euro Schmerzensgeld beziehungsweise Schadensersatz.








