Was guckt Horst Lichter ? Natürlich „Bares für Rares“,,

Erstmals wird es in diesem Jahr zu Weihnachten ein Spezial der Trödelshow geben. Mit Kultmoderator Horst Lichter sprach Frank Wilhelm übers Duzen, das Kuchenessen und das Weihnachtsmenü.

Das ist vollkommen in Ordnung. Das wäre schlimm, wenn das nicht in Ordnung wäre. Dann würde ich mir ja selbst untreu werden.

War das von vornherein klar mit dem Du bei Bares für Rares?

Was heißt, von vornherein klar. Man kannte mich, ich kannte mich. Was allerdings die wenigsten Menschen mitbekommen, ich frage natürlich die Herrschaften im Vorfeld, ob das Du in Ordnung ist oder nicht. Es gibt ja immer noch Menschen, die das als despektierlich erachten und dann duze ich nicht. Im normalen Leben spreche ich auch nicht jeden Wildfremden, den ich auf der Straße treffe, mit Du an

Gehst Du selbst noch auf Trödelmärkte?

Nein, ich war in meinem ganzen Leben vielleicht dreimal auf einem Trödelmarkt. All die Dinge, die ich immer gesucht habe oder die ich gerne haben wollte, sind irgendwie zu mir gekommen, durch Freunde und Bekannte. Ich bin in einem Freundeskreis, der dementsprechend affin ist.

Im Fernsehen kommen die Gespräche mit den Verkäufern und die Verhandlungen immer glatt rüber. Es braucht doch aber sicher auch mal mehrere Aufnahmen für einzelne Szenen?

Nein, tatsächlich nicht. Wir wiederholen die Drehs eigentlich nur, wenn es draußen zu laut wird, wenn beispielsweise ein Flugzeug über die Halle fliegt, wenn eine Eisenbahn, die Feuerwehr oder die Polizei mit Sirene vorbeifahren und den Ton stören.

Das ist Bares für Rares

Aber die meisten Verkäufer sind doch sicher sehr aufgeregt vor der Kamera?

Ja, aber was wir natürlich vorher machen: Wir nehmen den Herrschaften im Vorgespräch die Angst, sagen, dass wir nicht live drehen. Dadurch passieren die Dinge nämlich nicht, wovor die Menschen Angst haben, dass man sich verspricht, dass man Blödsinn erzählt. Meistens reicht ein ganz kurzes „Hallo, ich bin der Horst!“ Die Menschen sind dann eigentlich völlig gelöst beim Dreh.

Wir als Zuschauer sehen nur Dich, die Experten und die Händler. Wie viele Menschen arbeiten hinter der Kamera für „Bares für Rares“?

Inklusive der Redaktion sind wir etwa 120 bis 130 Menschen im Team

Wer vielleicht immer vergessen wird, ist der Sprecher aus dem Off mit seiner ausdrucksstarken Stimme.

Ja, Volker Wolf arbeitet mittlerweile fast ausschließlich für uns, weil wir sehr viel produzieren: Die tägliche Sendung, vier Abendshows, wir haben die „Lieblingsstücke“, die „Händlerstücke“. Damit ist er schon ziemlich ausgefüllt. Das ist ein wahnsinnig sympathischer Mann. Wenn man eine Stimme hört, stellt man sich ja immer auch einen Menschen vor. Und ich finde, er sieht so aus, wie er spricht. Sehr angenehm.

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