Wendela Horz Private Gründe: Expertin ist “entzückt” von Silberlöffeln

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“Bares für Rares”-Expertin Wendela Horz kommt aus dem Strahlen nicht heraus: “Ich bin wirklich entzückt!” Horst Lichter wundert sich jedoch: “Entzückt? Über Löffel?”
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Wendela Horz deutet an: “Wenn ich dürfte … und ich weiß, ich darf nicht, und ich tu es auch nicht …” Aber: “Die hätte ich gerne! Ich hätte genau den richtigen Anlass für diese Löffel!”
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“Ehrlich?”, schaut Horst Lichter sie fragend an. Er richtet sich an Peter und Birgit aus Seesen: “Sie ist übrigens vollkommen entzückt über eure Löffel – warum auch immer.”
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Peter erzählt: “Die habe ich von meiner Mutter geschenkt bekommen, und sie hat die von ihrer Tante geerbt.” Horst Lichter will endlich den Grund für die Begeisterung wissen: “Was haben die Löffel, dass sie dich so verzaubert haben?”
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Wendela Horz klärt auf: “Das sind mit die ersten Silberlöffel, die gearbeitet wurden für Kinder mit echten Kindermotiven.” Lichter staunt: “Ach!”
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Silberne Löffel wurden laut Expertin zwar schon viel früher zur Taufe verschenkt, “das sind allerdings keine speziellen Kinderlöffel gewesen”. Diese Löffel hingegen zeigen Märchenmotive der Gebrüder Grimm und wurden zwischen 1904 und 1909 hergestellt.
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Wendela Horz zählt die Märchen auf: “Es gibt den Froschkönig, Rotkäppchen, Hänsel und Gretel, den gestiefelten Kater, Dornröschen ist noch dabei, Aschenputtel.”
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Warum ein Löffel als Taufgeschenk beliebt war, weiß die Expertin ebenfalls: “Man wollte etwas von bleibendem Wert verschenken, man wollte eine Art von Schutz verschenken, weil das Essen von Silberlöffeln als gesundheitsfördernd angesehen wurde.”
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Das eingravierte HS lässt sich auf die Tante von Peters Mutter zurückführen. Dann fällt Lichter ein: “Jetzt weiß ich, warum sie so verzückt ist! Sie ist schon Oma!” Wendela Horz verrät außerdem: “Der Entwerfer war Hugo Cauer aus Bad Kreuznach. Und mein Enkelchen heißt auch Hugo!”
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Als Wert legt sie 250 Euro fest, die sich mit dem Wunsch des Verkäuferpaares decken. Nur ungern lässt die Expertin die Rarität in den Händlerraum weiterziehen.
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Doch auch Händler Julian Schmitz-Avila (r.) ist vom Jugendstil-Silber begeistert. Ebenso Sarah Schreiber (l.): “Die sind sehr hübsch.”
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“Entzückend! Wunderschön!”, schwärmt auch Wolfgang Pauritsch (r.) von den Motiven. “Ist mal wirklich was anderes, sieht man nicht alle Tage.” Sein Startgebot von 80 Euro wird schnell verdoppelt.
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Am Ende gibt Friedrich Häusser 310 Euro aus und freut sich über das sechsteilige Set: “Ich habe immer nur einen Tauflöffel gehabt.” Susanne Steiger (2.v.l.) lacht: “Jetzt brauchst du noch sechs Enkelkinder.”
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Keinen Käufer findet hingegen das stark beschädigte Tableau aus Keramikfliesen, das zwar Paris im 18. Jahrhundert darstellt, allerdings erst um 1900 gemalt wurde. Geschätzter Wert: 1.000 bis 1.400 Euro.

 

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