Wow, ist die schön!“: „Bares für Rares“-Händler verliebt sich in besondere Großbronze

Eine besondere Bronze versetzte nicht nur den Händlerraum von „Bares für Rares“ ins Staunen. Auch Horst Lichter verliebte sich sofort in den Flötenspieler.

Verkäufer Jürgen aus Salzbergen brachte in der Montagsausgabe der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ ein Erbstück seiner Eltern mit, die sich die Skulptur einst zur Goldenen Hochzeit gewünscht hatten. Horst Lichter war sofort begeistert und auch im Händlerraum sorgte der andächtige Flötenspieler für Gänsehaut – und zwar bei allen.

"Bares für Rares" - Der beinahe andächtig wirkende Flötenspieler stammte von Fred Gerz, einem Bildhauer der Nachkriegszeit.
„Bares für Rares“ – Der beinahe andächtig wirkende Flötenspieler stammte von Fred Gerz, einem Bildhauer der Nachkriegszeit. © ZDF

„Bianca, gefällt sie dir auch so gut wie mir?“, fragte Lichter ganz verzaubert von dem Anblick der Figur. „Total“, stimmte sie ihm zu, denn „sie ist so schön ruhig“. Verkäufer Jürgen aus Salzbergen erklärte, dass die Bronze aus dem Nachlass seiner Eltern stamme. Begleitet wurde er in der Sendung von seiner Freundin Edith aus Reine.

Der beinahe andächtig wirkende Flötenspieler stammte von Fred Gerz, einem Bildhauer der Nachkriegszeit, in dessen Werk stets der Mensch im Mittelpunkt stand. Wie Expertin Berding erklärte, ist die Figur „vollkommen in ihr Musizieren vertieft“. Die Flöte galt in der Kunst seit jeher als Symbol für Leichtigkeit, Unschuld und Heiterkeit, so Berding.

All diese Eigenschaften spiegelten sich in der Figur wider. Durch die Platzierung auf dem hohen Steinsockel wurde der Flötenspieler zusätzlich in Szene gesetzt: Still und ruhig als Gesamtwirkung. Besonders an Händen, Füßen und im Gesicht zeigte sich laut Expertin das Talent von Bildhauern: „Und gerade diese Partien sind grandios ausgearbeitet.“

Flötenspieler trifft im Händlerraum auf Begeisterung

Die Expertin freute sich auch über die Stempel an der patinierten Bronze. Denn sie war sowohl signiert, als auch datiert. Die Figur wurde 1999 als Exemplar Nummer 77 in der Kunstgießerei Lotito in Köln gefertigt. Da hinter der Nummer kein Strich war, handelte es sich nicht um eine limitierte Auflage. Nachbestellungen waren bis heute möglich.

"Bares für Rares" - Verkäufer Jürgen aus Salzbergen brachte in der Montagsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" ein Erbstück seiner Eltern mit.

Der Wunschpreis lag jedenfalls bei 1.500 Euro. „Eine Nachbestellung würde 4.580 Euro kosten“, erklärte die Expertin, die zudem den „sehr guten Zustand“ des Flötenspielers betonte. Und so taxierte Berding – „für den Sekundärmarkt“ – 2.000 bis 2.300 Euro. „Toll“, freute sich der Verkäufer über die Wertschätzung seines Erbstücks.

Auch im Händlerraum zeigte die Bronze ihre besondere Wirkung: Sofort versammelten sich die Händlerin und Händler um den Flötenspieler. Christian Vechtel griff zur Lupe, um die Details genau zu prüfen. Doch Daniel Meyer erkannte den Künstler sofort: „Er hat vor allem Gartenskulpturen geschaffen und mit diesem Flötisten ist er groß geworden.“

„Der Künstler Gerz hat damals den Nerv der Zeit getroffen, weil er ganz viele dieser Flötenspieler verkauft hat“, erzählte Meyer: „Und die waren damals sehr teuer.“ Anaisio Guedes war genauso fasziniert von dem Stück und fand: „Ich höre den Klang der Flöte in meinen Ohren“. Auch der Stein passe „sehr gut“ und mache die Figur „leicht“, laut Guedes.

„Ich habe mich in diese sehr, sehr schöne Bronze verliebt“

„Wunderschön“, fand auch Elke Velten. Jan Čížek richtete seinen Blick besonders auf die wichtigen Details wie Hände, Füße und Gesicht – „die sind sehr schön modelliert“. Als Erster gab schließlich Daniel Meyer ein Gebot ab: 800 Euro für das „ganz tolle Objekt, das in einem Eingangsbereich dank der klassischen Aura besonders gut zur Geltung kommt“.

Nach so viel Lob ließen die Gebote nicht lange auf sich warten und der Schätzpreis war schnell erreicht. Čížek gestand letztlich: „Ich habe mich in diese sehr, sehr schöne Bronze verliebt.“ Er sicherte sich das Stück für 2.000 Euro. Danach war er „sehr, sehr glücklich“ und konnte seine Bewunderung kaum verbergen: „Wow, ist die schön.“

Als weitere Objekte der Sendung wurden zwei gerahmte Zigarettenkarten-Sammlungen mit Navy- und Marine-Bildern auf 1937 und 1939 datiert. Der Wunschpreis lag bei 200 bis 300 Euro. Experte Kümmel schätzte nur 100 bis 150 Euro. Doch Jan Čížek zahlte sogar 220 Euro.

Eine Brosche aus Silber und 585er Gold mit Diamanten (1,7 Karat) – „in gemischter Qualität“ – datierte Wendela Horz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Gewünscht wurden 2.000 Euro, doch der Schätzwert lag nur zwischen 800 und 1.000 Euro. Dafür wollte der Besitzer nicht verkaufen. Wendela Horz datierte ein Collier und Armband aus 585er Gold aufgrund des „zurückhaltenden Designs“ in den 1960er Jahren. Der Wunschpreis lag bei 1.800 Euro. Allein der Goldwert betrug 2.600 Euro und so schätzte Horz bis 2.800 Euro. Daniel Meyer zahlte letztlich 2.750 Euro für den Schmuck. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)

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