Der Bergdoktor: Hans Sigl Unmasked in Casting Crisis Plot – Is the Search for New Stars Hiding a Deadly Secret?..
Hans Sigl spricht über die Anfänge des “Bergdoktors” und verrät, warum damals kaum Schauspieler für Gastrollen zu gewinnen waren. Der Doktor-Gruber-Darsteller gibt auch Einblick in die Dramaturgie der Serie.
In der dritten Folge der 19. Staffel von “Der Bergdoktor” begleitet Dr. Gruber Michael Fellner, der mit seinem „Wunschmobil“ Sterbenden ihre letzten Herzenswünsche erfüllt. Doch als Fellner selbst unter starken Kopfschmerzen leidet, zeigt ein CT einen Gehirntumor – eine Diagnose, die nicht nur seine Arbeit mit dem todkranken Bergsportler Tonio Steiner gefährdet, sondern auch seine eigene Zukunft auf den Kopf stellt.
Im Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” erklärt Hauptdarsteller Hans Sigl (56), wie sich die Dramaturgie der Serie über die Jahre verändert hat – vor allem in Bezug auf die Patientenfälle von Dr. Gruber.
So entsteht der Erfolg des “Bergdoktors”
“Das ganze Konzept war anfangs noch recht flach”, so Hans Sigl, der kürzlich auch über Sterbehilfe gesprochen hat. “Die Geschichten liefen ja so: Ein Junge hat ein Herzproblem, das haben wir in Minute sieben erfahren. In Minute 25 ist der Notfall, in Minute 30 wird operiert, und in Minute 42 sitzt er auf dem Baum und sagt, hurra, ich habe ein neues Herz.” Alles sei damals sehr “zusammengeschoben” gewesen, ohne echte Figurenentwicklung.
Heute sei das anders. Sigl erklärt das sogenannte “Bild”-Prinzip, nach dem jede Episode klar strukturiert ist. Damit das Publikum jederzeit folgen kann, sei genau festgelegt, in welcher Szene was passiert. “Um die zwanzigste Szene herum, wir sprechen von Bild 20, kommt die Erstanamnese, ungefähr in Bild 30 die zweite”, so der “Bergdoktor”-Star.
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Dieses feste Raster sei auch wichtig, weil das ZDF im Sommer gekürzte 45-Minuten-Fassungen zeigt. In der Mitte jeder Folge liege daher ein erzählerisches Scharnier: die Frage, ob beim Patienten etwas Entscheidendes übersehen wurde. Deshalb werden Informationen wie Name oder Beruf der Patienten später bewusst wiederholt – ein Detail, das vielen Zuschauern kaum auffällt, für die Dramaturgie aber entscheidend ist.

Frühes Konzept des “Bergdoktors” schreckte Gaststars ab
Hinter dem Erfolg des “Bergdoktors” stehen nicht nur Hans Sigl und seine Stammkollegen, sondern auch die prominenten Gastdarsteller. Doch das war nicht immer so: In den Anfangsjahren habe das noch flache Konzept viele Schauspieler abgeschreckt, erinnert sich Sigl.
Erst mit dem internationalen Serienboom, unter anderem durch den Erfolg von “House of Cards”, änderte sich das Bild. TV-Serien wurden plötzlich als prestigeträchtig wahrgenommen. Ein Schlüsselmoment für Sigl war der Auftritt von Oliver Wnuk, der in einer Episode einen kranken Tubisten spielte. Danach habe Wnuk zu ihm gesagt: “Jetzt kann man es machen.”








